Ex-CFCer Cincotta beendet mit nur 29 Jahren seine Karriere!

Chemnitz - Stefano Cincotta (29) hängt die Fußballschuhe an den Nagel! Das gab der frühere Linksverteidiger des Chemnitzer FC auf Instagram bekannt.

Daumen hoch: Stefano Cincotta (29) spielte bei keinem Verein in seiner Profilaufbahn länger als beim Chemnitzer FC.
Daumen hoch: Stefano Cincotta (29) spielte bei keinem Verein in seiner Profilaufbahn länger als beim Chemnitzer FC.  © Picture Point/ Kerstin Kummer

Der dynamische Flügelspieler war seit Mitte März 2020 vereinslos und entschied sich nun zu diesem großen Schritt. Er erklärte: "Fußball wird immer meine große Liebe sein."

Allerdings hätte die Coronavirus-Pandemie seine "Sicht auf den Fußball und das Leben drastisch verändert". Auch seine "vielen Verletzungen" hätten eine entscheidende Rolle bei seinen Überlegungen gespielt.

Nach mehr als zwei Jahren in Guatemala kehrte "Chico" vor gut einem halben Jahr wieder nach Deutschland zurück. Hier wurde er als Fußballer groß.

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Über die Jugendmannschaften von Eintracht Frankfurt schloss er sich im Sommer 2010 Kickers Offenbach an und feierte hier sein Profidebüt in der 3. Liga.

Entscheidend durchsetzen konnte er sich am Bieberer Berg - auch wegen eines Syndesmosebandrisses - trotz 33 Spielen allerdings noch nicht, weshalb er im Sommer 2012 ablösefrei zum FC Lugano in die zweite Schweizer Liga wechselte. Auch hier blieb ihm der Durchbruch verwehrt (15 Partien für die erste Mannschaft)

Nach einigen Monaten in der Vereinslosigkeit schloss sich der laufstarke Kämpfer dem SV Wacker Burghausen an. In Bayern avancierte er zum Stammspieler (23 Einsätze, vier Vorlagen), konnte den Abstieg aus der 3. Liga allerdings auch nicht verhindern.

Stefano Cincotta gibt sein Karriereende auf Instagram bekannt

Stefano Cincotta blieb drei Jahre beim Chemnitzer FC und wurde Nationalspieler Guatemalas

Stefano Cincotta (29) fiel immer wieder verletzt aus, kämpfte sich aber auch jedes Mal wieder zurück.
Stefano Cincotta (29) fiel immer wieder verletzt aus, kämpfte sich aber auch jedes Mal wieder zurück.  © Picture Point/ Kerstin Kummer

So wechselte er im Sommer 2014 zum CFC und blieb endlich mal längerfristig bei einem Verein. Insgesamt drei Jahre beackerte er den linken Flügel der Himmelblauen.

Allerdings musste er sich immer wieder hinten anstellen, wurde 2016 vom damaligen Coach Sven Köhler (54) sogar einmal aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen (TAG24 berichtete).

Obwohl er nicht immer überragend spielte, zeigte er eigentlich doch vollen Einsatz und kam in 68 Begegnungen für den CFC auf sechs Tore und sechs Vorlagen.

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In diesem Zeitraum landete er auch im Fokus seines Heimatlandes, das ihm eine große Ehre zuteilwerden ließ. Cincotta stieg zum Nationalspieler Guatemalas auf. Vom 27. März 2015 an bestritt er insgesamt 17 Begegnungen für sein Heimatland und schoss dabei drei Tore.

Besonders in Erinnerung bleiben wird ihm wohl die Partie in der WM-Qualifikation am 23. März 2019. Guatemala bezwang den großen Favoriten Costa Rica nicht nur überraschend mit 1:0, Cincotta erzielte in der 31. Minute auch noch das goldene Tor gegen den damaligen Real-Madrid-Keeper Keylor Navas (34) und stürzte die 17,2 Millionen Einwohner in Freudentaumel.

Ein Highlight in Stefano Cincottas Karriere: Ein Tor für Guatemala gegen Costa Ricas Keeper Keylor Navas

Stefano Cincotta will sich in Zukunft der Talentsuche widmen

Stefano "Chico" Cincotta (29) durfte sechs eigene Tore für den CFC in 68 Einsätzen bejubeln.
Stefano "Chico" Cincotta (29) durfte sechs eigene Tore für den CFC in 68 Einsätzen bejubeln.  © Picture Point/ Kerstin Kummer

Zu diesem Zeitpunkt spielte "Chico" schon gar nicht mehr beim CFC. Da er sich hier nicht dauerhaft einen Stammplatz erkämpfen konnte, schloss er sich im Sommer 2017 dem SV 07 Elversberg an (17 Partien, zwei Treffer, ein Assist).

Es wurde eine Saison voller Verletzungen. Cincotta zog sich gleich drei (!) Muskelfaserrisse zu und wagte nach nur einem Jahr erstmals den Schritt nach Guatemala.

Dort spielte er für Deportivo Guastatoya (22 Einsätze, zwei Tore), den Comunicaciones FC (zehn Spiele, eine Bude) und zuletzt für Cobán Imperial (vier Partien) in der ersten Liga des bevölkerungsreichsten Staates in Zentralamerika.

Nun lebt er bereits seit einem halben Jahr wieder im Saarland und hat bereits Pläne geschmiedet.

In Zukunft will er sich nach einer Weiterbildung am Internationalen Fußball Institut dem Scouting widmen und junge Spieler beraten.

Cincotta wird seiner großen Liebe also erhalten bleiben.

Titelfoto: Picture Point/ Kerstin Kummer

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