Harmlose Offensive, Pfiffe von den Rängen: CFC vergeigt Heimspiel gegen Hertha-Bubis

Chemnitz - Das war ganz schwere Kost! Der Chemnitzer FC blieb am Samstag im Heimspiel gegen Hertha BSC II. vieles schuldig und am Ende verdientermaßen ohne Ertrag. Wie im Hinspiel (0:2) setzte es für die Sachsen eine Niederlage. Die Berliner gewannen vor 3928 Zuschauern 1:0 (1:0).

Freude bei den Hertha-Bubis nach dem Führungstreffer in der 37. Minute.  © Picture Point/Roger Petzsche

Die Hausherren traten mit einer Not-Elf an. Zu den zahlreichen Verletzten (unter anderem Tobias Müller und Dejan Bozic) fielen mit Magen-Darm-Infekten Stamm-Torwart Daniel Adamczyk und Innenverteidiger Julius Bochmann aus. Defensivmann Roman Eppendorfer fehlte nach fünfmal Gelb. Linksverteidiger Martial Ekui beklagt Knieprobleme. Er wurde geschont.

Trainer Benjamin Duda stellte mit Aaron Mensah und Pepe Philipp zwei U-19-Spieler in die Startelf. David Wunsch übernahm den Platz zwischen den Pfosten.

Dario Gebuhr kehrte drei Wochen nach seiner Gehirnerschütterung in die Abwehrzentrale zurück. Die Leihgabe von Hansa Rostock spielte mit Maske.

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Das fast komplett neu formierte Team übernahm zunächst das Kommando. In der 5. Minute bereitete Mensah über die linke Strafraumseite vor. Am langen Pfosten kam Tom Baumgart zum Abschluss. Schlussmann Tim Goller wehrte nach vorn ab und eröffnete Mergel die Schusschance. Dieses Mal bekam der Hertha-Keeper den Ball fest zu fassen.

Mitte der ersten Halbzeit legten die Berliner ihre Zurückhaltung ab. Sie wurden mutiger und erkämpften zwei Eckbälle. Wunsch war auf dem Posten, klärte mit einer Faust.

In der 37. Minute war der CFC-Torhüter ohne Abwehrchance. Der eher harmlose Distanzschuss von Anis Ben-Hatira wurde unhaltbar abgefälscht. Das runde Leder kullerte über die Linie: 1:0 für die Gäste.

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CFC-Torwart David Wunsch (in rot) verhinderte einen Treffer durch Hertha-Spieler Mathis Bruns (2.v.l.).  © Picture Point/Roger Petzsche

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel hätten die Hertha-Bubis durch Ben-Hatira erhöhen können. Nach einem Konter jagte der Routinier den Ball knapp über den Balken.

Den Chemnitzern fiel gegen tief stehende Berliner nichts ein. Das war offensiv zu harmlos. Die Gäste setzten auf Konter. In der 57. Minute zündete Soufian Gouram auf der rechten Außenbahn den Turbo. Die Hereingabe verpasste Mittelstürmer Oliver Rölke knapp.

Nach einem Eckball von Ben-Hatira zog der aufgerückte Innenverteidiger Mathis Bruns im Strafraumzentrum direkt ab. Wunsch verhinderte mit einem Klassereflex die Vorentscheidung (67.).

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Auf die Schlussoffensive der Gastgaber warteten die Zuschauer vergeblich. Jonas Marx kam in der 74. und 80. Minute zweimal zum Abschluss. Beide Male brachte der Stürmer den Ball nicht aufs Tor.

Ein ganz schwacher Auftritt der Heimelf. Für die elfte Saison-Niederlage gab es Pfiffe von den Rängen.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 28 57:23 64
2 FC Carl Zeiss Jena 28 54:29 57
3 Hallescher FC 29 55:30 56
4 FC Rot-Weiß Erfurt 28 55:37 53
5 FSV Zwickau 28 43:39 49
6 VSG Altglienicke 28 41:34 45
7 BFC Preussen 27 39:41 41
8 1. FC Magdeburg II 29 46:40 40
9 Chemnitzer FC 29 44:44 38
10 FSV 63 Luckenwalde 29 31:40 36
11 Hertha BSC II 28 41:51 36
12 SV Babelsberg 03 29 48:51 32
13 BFC Dynamo 28 38:43 32
14 ZFC Meuselwitz 28 40:47 32
15 Greifswalder FC 28 27:38 28
16 BSG Chemie Leipzig 28 30:44 25
17 FC Eilenburg 29 28:49 21
18 Hertha 03 Zehlendorf 27 20:57 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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