Hoppla! Warum reisen die CFC-Spieler plötzlich mit dem Linienbus zum Heimspiel an?

Chemnitz - "Hat Spaß gemacht. Und bequem war es auch", schmunzelte CFC-Trainer Christian Tiffert (41) am Sonntag nach dem 1:1 (1:1) der Chemnitzer gegen den SV Babelsberg 03.

Mit dem öffentlichen Verkehrsmittel zum Punktspiel: Das haben die Routiniers Tobias Müller (29, l.) und Chris Löwe (34, r.) wahrscheinlich das letzte Mal im Nachwuchsbereich erlebt.
Mit dem öffentlichen Verkehrsmittel zum Punktspiel: Das haben die Routiniers Tobias Müller (29, l.) und Chris Löwe (34, r.) wahrscheinlich das letzte Mal im Nachwuchsbereich erlebt.  © Christoph Antal/Chemnitzer FC

Seine Einschätzung betraf nicht die hart umkämpften 90 Minuten auf dem Rasen, sondern die ungewöhnliche Anreise zum Heimspiel der Himmelblauen.

Nach dem Zusammentreffen am Vormittag im Sportforum schnappten sich die Spieler ihre Taschen. Dieses Mal fuhren sie allerdings nicht mit ihrem Privat-Pkw ins CFC-Stadion an der Gellertstraße, sondern mit der Ringbus-Linie 82A der städtischen Verkehrsbetriebe.

Mit Bus oder Straßenbahn zum Punktspiel - das erlebten die meisten Spieler wahrscheinlich zuletzt im Nachwuchsbereich. Für den einen oder anderen Profi war das die erste (und vielleicht auch letzte) Fahrt mit dem öffentlichen Verkehrsmittel quer durch Chemnitz.

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"Wir hatten ein Spieltags-Motto. Daran wollten wir uns als Mannschaft beteiligen. Wir haben das mit der Mannschaft besprochen und waren der Meinung, dass das eine gute Idee ist, heute mal mit dem Linienbus anzureisen", erklärte Tiffert mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Mit der Stiftung Wald für Sachsen wollte der CFC ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen

Mit der Buslinie 82A fuhren die Himmelblauen am Sonntagvormittag vom Chemnitzer Sportforum ins Stadion an der Gellertstraße zum Babelsberg-Duell.
Mit der Buslinie 82A fuhren die Himmelblauen am Sonntagvormittag vom Chemnitzer Sportforum ins Stadion an der Gellertstraße zum Babelsberg-Duell.  © Christoph Antal/Chemnitzer FC

"Die Fahrt war gemütlich und angenehm. Das war kein Bus, der nur für uns da war. Es sind auch Leute ein- und ausgestiegen. Sonntags sind das nicht so viele. Aber es waren schon ein paar da", ergänzte der 41-Jährige.

"Waldmeisterschaft-Gameday" lautete das Motto am letzten Tag im April. Mit der Stiftung Wald für Sachsen wollte der CFC ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen.

Die Stiftung Wald für Sachsen möchte bis 2027 vier Millionen Bäume im Freistaat pflanzen. Dafür sollen mit der Aktion "Waldmeisterschaft 2023" Spenden für die Aufforstung des sächsischen Waldes gesammelt werden.

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Der CFC unterstützt diese Initiative gemeinsam mit den Vereinen des TeamSportSachsen e.V. und reduzierte am Sonntag auch den Papierverbrauch. Das traditionelle Stadionheft wurde gegen Babelsberg nicht verkauft, sondern nur ein Flyer als kompakte Alternative mit allen wichtigen Infos zum Spieltag.

Tiffert: "Wir als Mannschaft gehören zum Verein. Warum sollen wir uns dann nicht an diesem Motto-Tag beteiligen. Die Bus-Haltestelle ist gleich ums Eck. Wir waren pünktlich da. Eine gute Sache."

Titelfoto: Christoph Antal/Chemnitzer FC

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