Im letzten CFC-Spiel: Torjäger Bozic schmort 70 Minuten auf der Bank!
Chemnitz - Auf der Pressekonferenz am Himmelfahrtstag wollte Trainer Benjamin Duda (37) nicht verraten, ob er Kapitän Dejan Bozic (33) im letzten Regionalliga-Spiel für den Chemnitzer FC auflaufen lässt. Erst am Samstag, eine Stunde vorm Anpfiff der Partie beim BFC Dynamo (2:2), lieferte der Fußball-Lehrer die Antwort: Bozic spielte nicht!
Zumindest nicht von Beginn an. Der Top-Torjäger der Himmelblauen (15 Saisontore) schmorte bis zur 70. Minute auf der Bank. Dann durfte Bozic für Jonas Marx (21) ran.
Als Kapitän führte Tom Baumgart (28) die Gäste im Sportforum Hohenschönhausen auf den Rasen.
Bozic hatte mit seinem Instagram-Post am Dienstagabend für mächtig viel Wirbel und Verärgerung gesorgt. "Heute wurde mir mitgeteilt, dass mein Weg hier endet. Leider wurde mir bis heute kein schriftliches Angebot unterbreitet", schrieb der 15-fache Saison-Torschütze. Das war allerdings nur die halbe Wahrheit.
CFC-Geschäftsführer Tommy Haeder (34) stellte einige Stunden später, als der Verein die Trennung offiziell bekannt gab, klar: "Bei aller Emotionalität, die mit einer solchen Situation verbunden ist, ist diese eigenständige und aus unserer Sicht einseitige öffentliche Darstellung nicht nachvollziehbar."
Und weiter: "Dieses Verhalten wird einem Vize-Kapitän nicht gerecht, der über fünf Jahre hinweg das Trikot unseres Vereins getragen hat und bei unseren Anhängern große Sympathien genießt."
Fünf Jahre trug Dejan Bozic das CFC-Trikot
Komplett aus dem Kader verbannen wollten die Chemnitzer ihren verdienstvollen Mittelstürmer dann doch nicht.
Immerhin fünf Jahre (mit zwischenzeitlicher Unterbrechung) lang trug Bozic das CFC-Trikot. In 128 Dritt- und Regionalligaspielen erzielte er 62 Tore. Eine eindrucksvolle Quote.
Nun endet die Zusammenarbeit mit einem faden Beigeschmack. Das Angebot, bis Sommer 2028 (inklusive einer Option für eine weitere Spielzeit) für den CFC aufzulaufen, lehnte Bozic ab.
Man darf gespannt sein, bei welchem Verein er ab der neuen Saison auf Torejagd gehen wird.
Titelfoto: Marcus Hengst

