Kurz vor dem Weihnachts-Urlaub: So hält CFC-Trainer Tiffert die Spannung hoch

Chemnitz - Spannung hochhalten, so lautet das Gebot der Stunde beim Chemnitzer FC. Nach der wiederholten Absage des Klassikers beim 1. FC Lok Leipzig fokussieren sich Trainer und Spieler auf das letzte Highlight des Jahres am Sonntag beim Drittliga-Absteiger FC Viktoria 1889 Berlin.

Trotz der anhaltenden Kälte muss CFC-Trainer Christian Tiffert (40) seine Profis auf Betriebstemperatur halten.
Trotz der anhaltenden Kälte muss CFC-Trainer Christian Tiffert (40) seine Profis auf Betriebstemperatur halten.  © imago/HärtelPRESS

Die Chemnitzer Siegesserie ist gegen Hertha BSC II. gerissen, die Serie der ungeschlagenen Spiele hat weiter Bestand. Am 1. Oktober beim 0:1 gegen Chemie Leipzig gingen die Himmelblauen das letzte Mal als Verlierer vom Platz. In den folgenden acht Partien erkämpften sie stolze 20 Punkte und kletterten vom elften auf den dritten Platz.

Doch Vorsicht ist geboten. Der FC Viktoria war jenes Team, das in der Saison 2018/19 die imposante Serie von 15 Siegen am Stück mit einem 1:0-Sieg in Chemnitz stoppte.

Wie hält Trainer Christian Tiffert (40) in den letzten Tagen vor dem Weihnachtsurlaub die Spannung hoch? "Wenn wir als Trainerteam gefühlt drei Tage nur Regeneration machen und Fußballtennis oder Sechs-gegen-zwei spielen, dann geht die Spannung nach unten. Dann denken sich die Spieler: Okay, wir sind erfolgreich. So wird es schon weiterlaufen", so der Coach.

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Chemnitzer FC CFC-Kapitän Müller äußert sich zur "Mecker-Regel" in der 4. Liga

"Aber so funktioniert das nicht, so stelle ich mir das nicht vor", sagt Tiffert.

"Auch wenn du sechsmal in Folge als Sieger vom Platz gehst, heißt das nicht, dass du alles kannst"

CFC-Coach Christian Tiffert (40) bereitet seine Jungs auf das Match gegen den FC Viktoria 1889 Berlin vor.
CFC-Coach Christian Tiffert (40) bereitet seine Jungs auf das Match gegen den FC Viktoria 1889 Berlin vor.  © Picture Point/Gabor Krieg

Deshalb setzte er seit Wochen in den täglichen Einheiten immer wieder neue Reizpunkte. "Wir steuern das Training bewusst so, dass sich die Spieler aneinander reiben können. Das gehört dazu, das müssen sie auch in den Punktspielen tun", erläutert Tiffert.

Der 40-Jährige arbeitet darüber hinaus mit einem gesunden Mix aus Lob und Kritik. "Wenn wir gewinnen, ist nicht alles wunderbar, wenn wir verlieren, war auch nicht alles schlecht. Es gibt immer wieder Kleinigkeiten, die wir als Trainerteam verstellen oder anpassen, damit es noch einen Tick besser wird", sagt Tiffert.

Und weiter: "Das beinhaltet alles: defensive Zweikämpfe, Torschüsse, Flanken, Umschaltspiel. Auch wenn du sechsmal in Folge als Sieger vom Platz gehst, heißt das nicht, dass du alles kannst."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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