Simon Noah Roscher bleibt in der Regionalliga und wechselt nach CFC-Abgang zu Ost-Traditionsverein!

Chemnitz/Erfurt - Simon Noah Roscher (20) bleibt in der Regionalliga Nordost! Der Sturmriese hat sich nach seinem Abgang vom Chemnitzer FC dem FC Rot-Weiß Erfurt angeschlossen.

Simon Noah Roscher (20) hat den Chemnitzer FC nach elf Jahren im Verein verlassen uns sich dem FC Rot-Weiß Erfurt angeschlossen.
Simon Noah Roscher (20) hat den Chemnitzer FC nach elf Jahren im Verein verlassen uns sich dem FC Rot-Weiß Erfurt angeschlossen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das gab der Aufsteiger am Mittwoch bekannt. Der 1,94 Meter große Angreifer erklärte seine Entscheidung auf der RWE-Website wie folgt: "Von Anfang an hatte ich ein sehr gutes Gefühl, da mir der Trainer vom ersten Gespräch an sein ganzes Vertrauen geschenkt hat, was mir persönlich enorm wichtig ist."

Investor Franz Gerber (68) verdeutlichte: "Mit Simon bekommen wir eine sehr gute weitere Qualität für unseren Sturm. Trotz einiger Angebote aus der Regionalliga Nordost war für ihn der FC Rot-Weiß Erfurt die erste Wahl."

Der gebürtige Chemnitzer war in seiner ersten vollständigen Männersaison beim CFC nicht über die Rolle eines Ergänzungsspielers herausgekommen, hat aber unbestritten Potenzial.

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Das belegen wettbewerbsübergreifend sechs Tore und fünf Vorlagen in 20 Einsätzen, wobei er vor allem im Sachsenpokal gegen unterklassige Klubs traf (vier Buden, vier Assists).

Doch zuvor zeigte er in der A- und B-Junioren Bundesliga, was er kann und netzte für die Himmelblauen in 47 Einsätzen 20-mal ein, legte obendrein dreimal auf.

Simon Noah Roscher ist zum FC Rot-Weiß Erfurt gewechselt

Simon Noah Roscher hat mit Artur Mergel, Romario Hajrulla und Erik Weinhauer starke Konkurrenten

Simon Noah Roscher (20) absolvierte für die erste CFC-Mannschaft 27 Einsätze, in denen er sechs Tore erzielte und fünf Vorlagen beisteuerte.
Simon Noah Roscher (20) absolvierte für die erste CFC-Mannschaft 27 Einsätze, in denen er sechs Tore erzielte und fünf Vorlagen beisteuerte.  © Picture Point/Gabor Krieg

Doch an den intensiveren und athletischeren Herrenbereich muss sich Roscher weiterhin noch gewöhnen. Das kann er in der kommenden Saison nun bei RWE tun, wo er in eine junge Mannschaft kommt, die trotz des überlegenen Aufstiegs in die Regionalliga einige Leistungsträger verloren hat.

Trotzdem wird es für Roscher nicht leicht, sich auf Anhieb einen Stammplatz zu erkämpfen, denn mit Artur Mergel (24) und Romario Hajrulla (23) hat er zwei Konkurrenten, die sich in der vierten Liga bereits bewiesen und ihre Qualitäten unter Beweis gestellt haben.

Beide können allerdings auch als hängende Spitze oder auf den Außenbahnen agieren, was auch für den anderen Sturm-Neuzugang Erik Weinhauer (21, FC Einheit Wernigerode) gilt, den man ebenfalls als guten Angreifer einordnen kann.

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Sie alle sind allerdings andere Stürmertypen und deutlich kleiner als Roscher, der mit seiner Physis und Präsenz Gegner beschäftigen-, Bälle festmachen- und als Wandspieler fungieren kann, Räume für die Teamkollegen reißen wird, darüber hinaus mit seiner Kopfballstärke alles andere als leicht zu verteidigen ist.

Allerdings muss er noch effektiver sowie abgezockter werden, wenn er sich in Erfurt entscheidend entwickeln und behaupten will. Die Fähigkeiten dafür hat er definitiv.

Simon Noah Roscher (20, l.) muss auf Regionalliga-Niveau noch lernen, effizienter zu werden. Hier scheitert er mit seinem Schuss am damaligen TeBe-Keeper Jens Fikisi (22).
Simon Noah Roscher (20, l.) muss auf Regionalliga-Niveau noch lernen, effizienter zu werden. Hier scheitert er mit seinem Schuss am damaligen TeBe-Keeper Jens Fikisi (22).  © picture point/Sven Sonntag

Darüber hinaus wurde Roscher beim CFC sehr gut ausgebildet und ist ein Angreifer, den RWE so noch nicht im Kader hat. Schöpft er sein vorhandenes Potenzial aus, dürfte er bei Rot-Weiß zu einigen Einsätzen kommen.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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