Angeblich Mega-Zoff mit Riera: Saß Frankfurts Burkardt darum 88 Minuten auf der Bank?
Frankfurt am Main - Zugegeben: Eintracht Frankfurts Nationalstürmer Jonathan Burkardt ist nach seiner Wadenverletzung noch nicht ganz der Alte. Dennoch dürften sich viele SGE-Fans am vergangenen Samstag beim 1:1 in Augsburg verwundert die Augen gerieben haben, dass der 25-Jährige nicht in der Startelf stand und sogar erst in der 88. Minute eingewechselt wurde.
Was vielleicht als taktischer Kniff von Trainer Albert Riera (44) durchgegangen sein könnte, erhält nun durch einen Bericht der "Bild" eine ganz andere Dimension. Denn demnach habe es zwischen Burkardt und Riera böses Blut gegeben, was letztlich für den Spieler 88 Minuten Bank bedeutete.
Was ist passiert? Wie die Zeitung schreibt, sei Riera nicht mit Burkardts Fitnesswerten zufrieden gewesen. Doch anstatt das direkte Gespräch mit ihm zu suchen, habe er Co-Trainer Jan Fießer (39) vorgeschickt.
Das sei wiederum bei Burkardt nicht gut angekommen, der zudem die Kritik nicht verstanden habe, da seine Werte gegenüber der vorherigen Messung nur minimal anders gewesen seien und er sich zudem in guter Form fühle.
Dass Riera zudem mit Burkardts Defensivverhalten bei Ballverlust nicht zufrieden sei, habe schließlich dazu geführt, dass sich der Spieler an seinen Berater und dieser sich an Markus Krösche (45) wandte.
Auch andere Führungsspieler von Eintracht Frankfurt sollen Probleme mit Trainer Riera haben
Dass der Sportvorstand daraufhin den Trainer auf das Problem angesprochen habe, habe nun wiederum Riera überhaupt nicht gefallen. Er soll sich darüber bei Burkardt beschwert haben und ließ ihn letztlich nahezu die komplette Spielzeit gegen Augsburg auf der Bank schmoren.
Das wirft natürlich überhaupt kein gutes Bild auf die Atmosphäre beim Tabellensiebten der Bundesliga, zumal auch andere Führungsspieler wie Arthur Theate (25), Kapitän Robin Koch (29) oder Mario Götze (33) so ihre Probleme mit dem Spanier haben sollen.
Sollte so die dringend benötigte Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb verpasst werden, wird es bei den Verantwortlichen der Hessen sicherlich eine ernsthafte Diskussion darüber geben, wer in der kommenden Saison auf der Trainerbank sitzt.
Titelfoto: Bild-Montage: Daniel Löb/dpa, Uwe Anspach/dpa
