Eintracht Frankfurt schmeißt Trainer Toppmöller raus
Frankfurt am Main - Am Samstag trafen sich die Bosse von Eintracht Frankfurt zu einer Krisensitzung, nun ist die Entscheidung gefallen sein: Der Klub schmeißt Trainer Dino Toppmöller (45) mit sofortiger Wirkung raus.
Das berichtete zuerst Transfer-Experte Florian Plettenberg von Sky auf seinem X-Account. Später bestätigte es der Verein selbst. "Wir schätzen seine fachliche Kompetenz, seine Professionalität, seine akribische Arbeitsweise und seinen menschlichen Umgang mit der Mannschaft sehr. Dennoch sind wir in der sportlichen Führung und gemeinschaftlich im Vorstand nach intensiver interner Bewertung zu der Überzeugung gelangt, dass wir aufgrund der rückläufigen Entwicklung in den letzten Wochen einen neuen sportlichen Impuls benötigen", sagte Sportvorstand Markus Krösche (45).
Toppmöller betreute den Klub seit Juli 2023, besaß noch einen Vertrag bis Ende Juni 2028. "Ich hätte sehr gerne mit dieser Mannschaft weitergearbeitet und mich weiter den Herausforderungen, die da sind, gestellt. Aber ich akzeptiere die Entscheidung", so der Coach selbst.
Interimsweise übernehmen der U21-Coach Dennis Schmitt (32) und U19-Trainer und Klub-Legende Alexander Meierm( 43) das Traineramt.
Nach dem 3:3-Unentschieden am Freitagabend bei Werder Bremen nahmen die Dinge ihren Lauf. In den vergangenen neun Spielen in der Bundesliga und der Champions League gelang den Adlerträgern nur ein einziger Sieg - am 13. Dezember mit dem 1:0 gegen den FC Augsburg. Im DFB-Pokal schied das Team gleich in der zweiten Runde im Elfmeterschießen zu Hause gegen Borussia Dortmund aus.
Auf dem siebten Tabellenplatz ist aktuell das Unternehmen Europa für die kommende Saison komplett gefährdet, wäre die Eintracht nicht mal an in den Play-offs zur Conference League.
Ist Xabi Alonso wirklich ein Kandidat für die Nachfolge?
Nach der Winterpause kam das Team nicht über ein 3:3-Unentschieden gegen den BVB hinaus, verlor dann mit 2:3 in Stuttgart und spielte nun eben Remis bei Werder. Dabei verspielte die Eintracht zweimal eine Führung.
Sportvorstand Markus Krösche (45) hatte schon nach dem Spiel ein klares Statement für den Trainer vermissen lassen, nun zogen er und die Bosse um Präsident und Aufsichtsrats-Vorsitzenden Mathias Beck (54) Konsequenzen.
Die Bild hat als Nachfolger Ex-Leverkusen-Coach Xabi Alonso (44) ins Spiel gebracht, der nach nur einem halben Jahr bei Real Madrid gefeuert wurde.
Ob eine derart schnelle Rückkehr in die Bundesliga wirklich realistisch ist, wird sich zeigen. Alonso soll bei zahlreichen Klubs in Europa nun auf dem Wunschzettel stehen.
Egal, wer es wird, er muss die Eintracht zügig wieder auf Kurs bringen. Schon am Mittwoch steht das vorletzte Gruppenspiel in der Champions League bei Qarabağ Ağdam auf dem Programm, am kommenden Samstag empfängt Frankfurt die TSG Hoffenheim im eigenen Stadion.
Erstmeldung um 12.01 Uhr, aktualisiert um 12.58 Uhr.
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