Krösche verteidigt Riera - Doch diese Kriterien entscheiden schon bald über seine Zukunft
Frankfurt am Main - Medial und bei einigen Fans steht Eintracht Frankfurts neuer Cheftrainer Albert Riera (43) bereits in der Kritik. Markus Krösche (45) hat jetzt darüber gesprochen, welche Dinge er vom Spanier erwartet.
Kämpferische, leidenschaftliche und teils sehr metaphorische Aussagen traf Albert Riera in seiner kurzen Amtszeit bei der SGE bereits zur Genüge, doch auf dem Feld ist von dem Spirit, den er verbreiten möchte, überhaupt nichts zu sehen.
Grund genug, den 43-Jährige zumindest einmal kritisch hinterfragen zu dürfen. Aber davon will Sportvorstand Krösche noch so gar nichts hören.
Beim F.A.Z.-Kongress in Frankfurt erklärte er jetzt in Hinblick auf Riera: "Albert wird nicht gemessen daran, was am Ende dieser Saison dabei rauskommt. Wir bewerten, wie wir Fußball spielen. Wir wollen versuchen, die internationalen Plätze zu erreichen in diesem Jahr."
Klingt erst einmal einleuchtend, gleichwohl das Geschehen auf dem Platz aktuell eher als Paradebeispiel für Lethargie dienen könnte.
Vor allem im ideenlos wirkenden Spiel mit dem Ball besteht noch deutlich Luft nach oben. Viel Arbeit für Riera also bis zum Sommer, um seinen Profis auch mehr Galligkeit und Siegeswillen einzuimpfen.
Albert Rieras Trainerleistung wird im Sommer neu bewertet
Man könne die Arbeit des Trainers nur mittel- bis langfristig bewerten, schob Krösche hinterher.
Nach der Saison wäre zumindest mittelfristig solch eine erste Bilanz fällig und dann muss die Situation ehrlich bewertet werden.
Krösche vertraut dem Trainer vorerst und lobt: "Er ist nach innen und außen überzeugt von dem, was er tut. Er kommt mit den Jungs gut klar."
Zuletzt wurden allerdings Stimmen lauter, dass sich bereits erste Risse im Binnenverhältnis zwischen Trainer und Mannschaft zeigen.
Seine öffentlichen Zweifel an der Qualität seiner Spieler sowie die Ausbootung von Mario Götze (33) kamen intern nicht gut an. Besonders kommunikativ war das bislang dürftig.
Eins ist bei dem polarisierenden Spanier klar: Langweilig wird es mittelfristig auf keinen Fall!
Titelfoto: Marc Schüler/dpa

