Zorn und Tränen bei Jonathan Burkardt: Galt diese Geste Eintracht-Trainer Riera?

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Frankfurt am Main&/Dortmund - So emotional und auch sichtlich berührt wie in und nach dem Spiel bei Borussia Dortmund sieht man Eintracht Frankfurts Stürmerstar Jonathan Burkardt (25) nie. Auslöser und Adressat dieser Reaktionen dürfte wohl (Noch-)Trainer Albert Riera (44) gewesen sein.

Nach seinem späten Anschlusstreffer zum 2:3 in Dortmund hielt sich Jonathan Burkardt zunächst den Zeigefinger auf die Lippen und deutete dann in Richtung eigene Bank.
Nach seinem späten Anschlusstreffer zum 2:3 in Dortmund hielt sich Jonathan Burkardt zunächst den Zeigefinger auf die Lippen und deutete dann in Richtung eigene Bank.  © imago/eibner

Burkardt hatte in der 87. Minute zum 2:3 verkürzt. Sofort fischte er den Ball aus den Maschen, rannte zurück, schrie - aber wohl weniger aus Freude als aus Frust und Zorn. Zudem legte er den Zeigefinger auf die Lippen und deutete in Richtung der eigenen Bank, vor der der grübelnde Riera stand.

Nach Abpfiff kamen dem fünffachen Nationalspieler sogar die Tränen und er musste von Mannschaftskameraden getröstet werden. Das dürfte auch der Tatsache geschuldet sein, dass die Eintracht durch die 2:3-Niederlage die Chance auf eine Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb so gut wie verspielt hat, aber mindestens genauso sehr der eigenen Situation.

Denn Riera hatte den mit mittlerweile wettbewerbsübergreifenden 13 Toren besten Stürmer der Adlerträger erneut nahezu die gesamte Spielzeit auf der Bank schmoren lassen. Das war umso erstaunlicher, weil die SGE das Spiel eigentlich gewinnen musste und der Trainer in der 77. Minute auch den bis dahin einzigen Stürmer Arnaud Kalimuendo (24) beim Stand von 1:3 aus dem Spiel nahm.

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Erst in der 82. Minute durfte Burkardt auf den Platz, erzielte nur fünf Minuten später den Anschlusstreffer, leider zu spät für einen Punktgewinn.

Im letzten Saisonspiel gegen den VfB wird Albert Riera (44) noch einmal auf der Trainerbank der Eintracht Platz nehmen, möglicherweise zum letzten Mal.
Im letzten Saisonspiel gegen den VfB wird Albert Riera (44) noch einmal auf der Trainerbank der Eintracht Platz nehmen, möglicherweise zum letzten Mal.  © Bernd Thissen/dpa

Burkardt konnte sich nicht bei Tribünengast Julian Nagelsmann empfehlen

Mit seinem Kurzeinsatz dürfte sich Jonathan Burkardt kaum bei Bundestrainer Julian Nagelsmann (38), der in Dortmund auf der Tribüne saß, empfohlen haben.
Mit seinem Kurzeinsatz dürfte sich Jonathan Burkardt kaum bei Bundestrainer Julian Nagelsmann (38), der in Dortmund auf der Tribüne saß, empfohlen haben.  © Christian Chrisius/dpa

Zu allem Überfluss saß auch noch Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) auf der Tribüne. Und dessen Prämisse ist es ja, dass nur in die Nationalmannschaft eingeladen wird, wer auch im Verein Stammspieler ist - und davon ist Burkardt im Moment weit entfernt.

Beim 1:2 gegen den HSV wurde er - nach zugegeben miserabler Leistung - bereits in der 61. Minute ausgewechselt, zuvor in Augsburg (1:1) brachte ihn Riera erst in der 88. Minute. Ein Streit mit dem Trainer soll der Degradierung zum Backdrücker vorausgegangen sein.

Und auch wenn sich Burkardt bislang nicht dazu oder zu seiner Gesamtsituation geäußert hat, dürfte er heilfroh sein, wenn der Trainer tatsächlich nach der Saison und nach nur drei Monaten im Amt die SGE wieder verlassen solle.

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Die Gerüchte eines vorzeitigen Abschieds verdichten sich mehr und mehr, auch wenn Sportvorstand Markus Krösche (45) nach der Partie in Dortmund klarstellte, dass Riera auch im letzten Saisonspiel gegen den VfB Stuttgart an der Seitenlinie stehen wird. Danach werde man sich zusammensetzen und die Lage in Ruhe analysieren.

Titelfoto: imago/eibner

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