Wahnsinns-Kick in Frankfurt: Sechs-Tore-Spektakel bei Eintracht gegen Dortmund
Frankfurt am Main - In einer rasanten Partie trennen sich Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund am 16. Spieltag der 1. Bundesliga mit 3:3 (1:1).
Das Geschehen auf dem Platz wogte über 95 Minuten hin und her. Zwei Tore in der Nachspielzeit sorgten für die spektakulären Schlusspunkte eines absoluten Spitzenspiels!
Von den vielen Neuzugängen hatte es bei den Hessen Ebnoutalib in die Startelf geschafft. Im Tor gab es wie angekündigt den Wechsel zurück von Michael Zetterer zu Kaua Santos.
Die Gäste hatten zu Beginn etwas mehr vom Spiel und gingen früh in Führung. Nico Schlotterbeck fand mit einem langen Diagonalball den vollkommen frei stehenden Julian Ryerson auf der rechten Seite. Die scharfe Hereingabe des Norwegers verwandelte der ebenso frei eingelaufene Beier aus zehn Metern ins rechte Eck zum 0:1 aus Eintracht-Sicht (10.).
Jetzt übernahmen die Adlerträger die Regie auf dem Platz und hatten Chancen durch Uzun (17.) und Ansgar Knauff (18.). Dann holte Serhou Guirassy im eigenen Sechzehner nach einem weiten Einwurf von Arthur Theate Robin Koch von den Beinen (21.). Den berechtigten Strafstoß verwandelte Uzun souverän zum 1:1 (22.).
Im Anschluss legten die Gäste wieder eine Schippe drauf. Außer einem Schlotterbeck-Kopfball, den Kaua Santos sicher parierte, blieben aber größere Chancen in der zunehmend härter und zerfahrener werdenden Begegnung bis zum Pausenpfiff aus.
Eintracht Frankfurt dreht das Spiel, dann kommt der BVB zurück
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Ebnoutalib die große Chance, sein Kopfball aus zwölf Metern nach einer Flanke von Hugo Larsson ging aber haarscharf am linken Pfosten vorbei (47.). Auf der anderen Seite drosch Daniel Svensson einen Abpraller über das leere Tor (52.). Dann klärte Gregor Kobel hervorragend gegen Knauff (54.) - jetzt war richtig Schwung in der Partie!
Nach etwa einer Stunde beruhigte sich das Geschehen auf dem Platz und der BVB traf: Frankfurt bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone, dann zog Nmecha am rechten Strafraumrand ab. Der von Larsson unglücklich abgefälschte Schuss schlug neben dem linken Pfosten unhaltbar zum 1:2 ein (68.).
Aber die Eintracht kam sofort zurück! Der eingewechselte zweite namhafte Wintertransfer Arnaud Kalimuendo schickte Ebnoutalib. Dieser war nicht mehr zu halten und drosch das Leder an Kobel vorbei in die Maschen: 2:2 (71.).
Es folgte eine Drangphase der Schwarzgelben, doch die Eintracht erzielte den Treffer: Dieses Mal bekam die BVB-Defensive die Kugel nicht weg und Mo Dahoud traf mit einem wuchtigen, leicht abgefälschten Schuss ins rechte Eck zum 3:2 (90.+2).
Aber das war noch nicht alles: Dortmunds Joker Carney Chukwuemeka wuselte sich irgendwie durch, kam aus fünf Metern zum Abschluss und verwandelte zum letztlich leistungsgerechten 3:3 (90.+5.).
Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

