Cottbus bangt um seinen Topspieler: Fehlt Cigerci an seinem Geburtstag?
Cottbus - Dicke Sorgenfalten auf der Stirn von Pele Wollitz (60): Vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt (Samstag, 14 Uhr) bangt Cottbus' Trainer um den Einsatz von Mittelfeld-Stratege Dominik Pelivan (29) und Spielmacher Tolcay Cigerci (30).
Demnach laboriere Pelivan an einem grippalen Infekt. Bei Cigerci nannte Wollitz keinen genauen Grund.
Beide fehlten im Donnerstagstraining genauso wie der Langzeitverletzte Janis Juckel (21, Schulter).
Besonders bitter wäre ein Fehlen Cigercis: Der Cottbuser Topspieler wird am Samstag 31 Jahre alt. Muss er seinen Geburtstag zu Hause oder von der kalten Tribüne aus verbringen?
Wollitz wirkte selbst ziemlich matt, als er nüchtern nachschob: "Wir schaffen es, elf Spieler zu benennen." Eine Entscheidung soll nach dem freitäglichen Abschlusstraining fallen.
Schon zum Dusel-Start in Saarbrücken hatte Lukas Michelbrink (20) anstelle Pelivans auf der Sechs begonnen, während ein Ausfall Cigercis größere Umstellungen nach sich ziehen könnte.
Immerhin: Merveille Biankadi (30) ist zurück im Training. Auch Justin Butler (24) habe nach seiner Verletzungspause "sehr ordentlich" trainiert.
Energie Cottbus im Kampf gegen die eigene Erwartungshaltung
Zugleich warnte Wollitz davor den kommenden Gegner zu unterschätzen. Trotz des letzten Tabellenplatzes zeigte Schweinfurt am vergangenen Wochenende mit dem 2:0-Sieg über Viktoria Köln, dass sie leben.
Wollitz deutlich: "Wenn die Mannschaft glaubt, dass sie Favorit ist, wird es nach hinten losgehen."
Energies Trainer betonte vor dem Rückrundenstart gebetsmühlenartig, dass Cottbus im Aufstiegsrennen "Außenseiter" sei.
Deshalb wurde das Remis in Saarbrücken vereinsintern auch als Punktgewinn eingeordnet.
Wollitz nochmal: "Die Mannschaft sollte lernen, sich nicht selbst den Druck zu erhöhen [...] Letzte Woche hatte ich das Gefühl, wir können was verlieren, weil wir uns was einreden lassen. Dieser Herbstmeistertitel ist mehr Schaden als er uns hilft."
Titelfoto: IMAGO / Steffen Beyer

