Justin Butler auf der Tribüne: Darum fehlte der RWE-Schreck des Hinspiels

Cottbus - Energie Cottbus überrennt Rot-Weiß Essen mit 5:3, doch einer fehlt: Justin Butler (25), RWE-Schreck aus dem Hinspiel, muss das Spiel von der Tribüne aus verfolgen.

Dieses Jubelbild brannte sich ein: So feierte Justin Butler (25, u.) mit Tolcay Cigerci (31) seinen furiosen Treffer im Hinspiel.  © IMAGO / Steinsiek.ch

Die Sturmrakete hatte im Hinspiel nach einem furiosen 70-Meter-Sprint getroffen und die Hausherren in Schockstarre versetzt. Das Jubelbild ist ein bis heute gern genutztes Motiv.

Doch im Rückspiel konnte er dies nicht wiederholen, weil er sich im Training verletzte.

Nach TAG24-Informationen passierte das Malheur am Freitag in einer eigentlich harmlosen Spielform, dem üblichen Rondo zwei Tage vor dem Spieltag.

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Butler verspürte einen Schmerz im Oberschenkel, musste das Training abbrechen und dick bandagiert vom Platz.

Am Sonntag konnte er auf der Pressetribüne umringt von Edelfan Mario Basler (57) und Kiels Spielbeobachter Kevin Meinhardt (45) schon wieder lächeln und leichte Entwarnung geben - ein MRT am Montag sollte Aufschluss bringen.

Die Hoffnung: Mit etwas Glück handelt es sich nur um eine kleine Zerrung, und Butler ist im Auswärtsspiel gegen Viktoria Köln (Sonntag, 13.30 Uhr) wieder dabei.

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Energie Cottbus' Joker: Can Moustfa, Tolga Cigerci, Ted Tattermusch und Merveille Biankadi stechen

Erleichterung bei Tolcay Cigerci (r.): Nach seinem Hattrick machte Joker Merveille Biankadi (Nr. 37) den Deckel drauf.  © Frank Hammerschmidt/dpa

Anstelle Butlers machte vor allem Joker Can Moustfa (21) auf der Außenbahn viel Alarm, erzwang indirekt den Elfmeter zum 2:3 und war in seinen Dribblings kaum zu stoppen.

Den freien Kaderplatz Butlers nahm Tolga Cigerci (34) ein, der nach seiner Oberschenkelverletzung Anfang März zurück ins Aufgebot kehrte.

Der ältere Cigerci-Bruder gab dem Spiel nach dem 2:3 sofort Struktur, Ruhe und Präsenz. Ferner leitete er das fulminante 4:3 von Bruder Tolcay (31) ein.

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Auch am fünften Tor, das in der Endabrechnung mit Blick aufs Torverhältnis wertvoll werden könnte, hatten zwei Joker ihre Aktien: Ted Tattermusch (24) leitete einen Ball mit etwas Glück zu Merveille Biankadi (30) weiter, der plötzlich freie Bahn hatte und vor RWE-Keeper Jakob Golz (27) ganz cool blieb.

Ganz wichtig: Neben der Cigerci-Show ist pünktlich zum Saisonfinale auch die Bank endlich wieder ein Faktor. Mit etwas Glück könnte auf diese auch bald Butler zurückkehren.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 34 56:27 70
2 Rot-Weiss Essen 34 72:56 64
3 FC Energie Cottbus 34 66:48 63
4 MSV Duisburg 34 62:44 63
5 FC Hansa Rostock 34 62:37 60
6 SC Verl 34 74:45 58
7 Alemannia Aachen 34 63:54 54
8 TSV 1860 München 34 49:45 52
9 SV Wehen Wiesbaden 34 47:45 49
10 SV Waldhof Mannheim 34 55:63 48
11 Viktoria Köln 34 48:47 47
12 SSV Jahn Regensburg 34 47:53 43
13 VfB Stuttgart II 34 43:56 43
14 FC Ingolstadt 04 34 52:49 40
15 TSG 1899 Hoffenheim II 34 61:62 40
16 1. FC Saarbrücken 34 42:49 38
17 SSV Ulm 1846 34 44:69 32
18 TSV Havelse 34 50:75 29
19 FC Erzgebirge Aue 34 40:63 26
20 1. FC Schweinfurt 05 34 31:77 19

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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