Cottbus im Rausch: Nach Elfer-Frust jetzt mächtig Schiri-Glück!

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Cottbus - Einen Tag nach dem irren Sieg (5:3) gegen Essen berauscht sich Energie Cottbus an dem Sonntags-Wahnsinn … bis Babak Rafati (55) den Spielverderber gibt.

Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hartmann (46) lag am Sonntag in Cottbus nicht in allen Szenen richtig.
Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hartmann (46) lag am Sonntag in Cottbus nicht in allen Szenen richtig.  © Frank Hammerschmidt/dpa

In seiner Kolumne auf liga3-online.de nimmt der Ex-Schiri gleich fünf strittige Szenen aus dem Topspiel unter die Lupe.

Quintessenz: Cottbus hat in dem Spiel hintenraus nicht nur das Glück des Tüchtigen, sondern hat zweimal richtig Schiri-Glück!

Zum einen hätte es nach 14 Minuten Elfmeter für Essen und Rot für Cottbus geben können: Energie-Verteidiger Nyamekye Awortwie-Grant (25) sprang bei einem Torschuss hoch, fuhr den Arm leicht zur Seite aus und berührte das Spielgerät - die Pfeife von Referee Robert Hartmann (46) blieb stumm.

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Darüber hinaus sei laut Rafati der Freistoß, der zum 3:3 führte, keiner gewesen. Der Experte meint: "Auf der rechten Außenbahn kommt es zu einem Zweikampf, bei dem Rorig den Ball in den Strafraum flankt und Abiama ihn womöglich leicht touchiert. Das ist aber ein ganz normaler Zweikampf und stellt keinesfalls ein Foulspiel dar."

Tolcay Cigerci war's egal! Mit einer Mischung aus Wumms und Gefühl zirkelte Energies Zehner die Pille ins Netz.

Energie Cottbus hat in der Rückrunde viel Schiri-Pech - und gegen Rot-Weiss Essen Glück

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Can Moustfa (21, l.) und Erik Engelhardt (27) liegen am Boden - Cottbus bekommt gegen Essen Elfmeter. Die Wende!  © Frank Hammerschmidt/dpa

Wenig später drehte erneut Cigerci auf und markierte mit einem "phänomenalen Tor" (O-Ton RWE-Trainer Uwe Koschinat) das 4:3.

Bemerkenswert: Experte Rafati sah kurz darauf eine dritte Fehlentscheidung, hätte nach Foul von Ben Hüning (21) an Can Moustfa (21) erneut auf Strafstoß entschieden.

Dagegen sei der Elfmeter zum 3:3 für Cottbus korrekt gewesen, wenngleich Koschinat einordnete: "Aber das ist mindestens die achte Situation gewesen, in der ein Cottbus-Spieler versucht, einen Strafstoß zu schinden, dadurch ergibt sich diese Situation. [...] Insofern haben wir da den Preis ein bisschen bezahlt für den Mut der Cottbuser immer in den Strafraum zu gehen."

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In der Lausitz werden die Verantwortlichen um Pele Wollitz (60) die Entscheidungen mit Wohlwollen zur Kenntnis nehmen. Nach Elfer-Frust gegen Osnabrück in der Vorwoche ist das Schiri-Glück gegen Essen eine wahre Wohltat.

Titelfoto: Bildmontage: Frank Hammerschmidt/dpa (2)

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