Kein Konkurrenz-Gucken! Wollitz verordnet sich Fernseh-Verbot für Freitagabend
Cottbus - Wenn Energie Cottbus am Samstag auf Wehen Wiesbaden (Anstoß: 14.03 Uhr) trifft, könnte der MSV Duisburg schon vorgelegt haben. Die Zebras gastieren am Freitagabend (19 Uhr) im Auer Schacht, doch Pele Wollitz (60) will die Partie partout nicht sehen!
Auf der Pressekonferenz am Donnerstag macht der Cottbus-Coach ein Geständnis: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mir das Spiel angucke, um mich einfach selber zu schützen, bin ich ehrlich. Weil, du guckst da nach jeder Aktion."
Wollitz sind speziell die Schiedsrichter-Entscheidungen und Benachteiligungen in der Rückrunde ein Dorn im Auge. Auch das Duisburg-Spiel hängt ihm nach wie vor in den Kleidern.
Fernseh-Verbot für Wollitz! Energies Trainer verordnet sich am Freitagabend absolute Ruhe.
"Ich will mich da nicht reinsteigern. Ich bin dann sehr leidenschaftlich und emotional und manchmal dann noch jugendlicher als jugendlich, trotz gewissen Alters", so Wollitz sichtlich angespannt.
Ähnlich handhabt es Mittelfeldmotor Dominik Pelivan (29), der TAG24 verrät: "Ich gucke mir so ein Spiel generell nicht an, weil es für mich auch egal ist, was der Gegner macht. Ich weiß, es ist unrealistisch, dass sie beide Spiele mit 5:0 gewinnen und dann an uns vorbeiziehen über die Tore. Aber die Konzentration ist am Freitag eher auf das Spiel, was wir selber haben."
Energie Cottbus geht mit zwei Toren Vorsprung vor dem Spieltag gegen Wehen Wiesbaden ins Rennen
Während also Energies Protagonisten alle Kraft auf den Samstag konzentrieren, werden zig Cottbus-Fans ausnahmsweise Ost-Rivale Erzgebirge Aue am Freitagabend fest die Daumen drücken.
Schon ein Remis würde die Drucksituation für Cottbus am Samstag vor voller Hütte entspannen. Dank des Torverhältnisses liegt Energie - Stand jetzt - mit zwei Toren hauchzart vorne.
Pelivan meint: "Das ist jetzt aber keine Sache, auf die wir gucken, wenn wir in ein Spiel gehen. Da haben wir keinen Einfluss drauf. Wir wollen einfach beide Spiele gewinnen und schauen dann, was die anderen am Ende des Tages machen."
Kann der Schein vom seit acht Spielen sieglosen Wiesbaden trügerisch sein?
"Es ist immer gefährlich, gerade im Hinblick auf letztes Jahr gegen Ingolstadt. Wir wollen dem Gegner überhaupt keine Chance lassen, in dieses Spiel reinzukommen. Wenn wir das machen, dann glaube ich, dass wir mit der Kulisse auch eine Glanzleistung abliefern können", so Pelivan.
Titelfoto: Bildmontage: Frank Hammerschmidt/dpa

