Osnabrück zeigt Wollitz den Mittelfinger! Cottbus verliert auch verbal an der Bremer Brücke

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Osnabrück - Psycho-Spielchen vor, Scharmützel während der Partie! Energie Cottbus und Trainer Pele Wollitz (60) verlieren beim Gastspiel an der Bremer Brücke mit 0:1 (0:0) und bekommen den Mittelfinger gezeigt.

Pele Wollitz (60) wurde bei seiner Rückkehr an die Bremer Brücke von vielen VfL-Fans alles andere als freundlich empfangen.
Pele Wollitz (60) wurde bei seiner Rückkehr an die Bremer Brücke von vielen VfL-Fans alles andere als freundlich empfangen.  © IMAGO / kolbert-press

Nach dem Spitzenspiel ließ Energies Vorturner bei MagentaSport Dampf ab: "Man kann ja gegen einen sein, aber man muss einen nicht so beleidigen. Ich hätte mir gewünscht, dass dieser Klub ein bisschen mehr Stil hat. Aber das ist mittlerweile leider nicht mehr vorhanden."

Wollitz war mächtig angesäuert wegen des Empfangs an alter Wirkungsstätte. Immer wieder bekam der streitbare Trainer während der Partie Sprüche ab und den "Mittelfinger gezeigt" (O-Ton Wollitz).

Gegen Ende der Partie entrollten die Gastgeber ein langes Spruchband mit der Aufschrift: "Selbst Wollitz ist bekannt - in Osnabrück wird Cottbus überrannt."

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Energies Trainer hatte mit dem Selbstbewusstsein von zwei klaren Siegen, bei denen Energie die Gegner förmlich überrollt hatte, vor dem Topspiel angekündigt, "attackieren" zu wollen, und von einem Spiel der 2. Liga (Osnabrück) gegen 3. Liga (Cottbus) gesprochen.

Es folgte die Retourkutsche, die zugleich eine Reaktion auf die drei Plakate im Gästeblock war. Dort hatten sich die Cottbus-Fans in fiktiven Zeitungsartikeln kreativ verewigt. Unter anderem war zu lesen: "Energie lässt Osnabrück verzweifeln."

Nachdem die Banner nach unten gegangen waren, erschien es ein langes Transparent, auf dem stand: "Morgen schreibt es das ganze Land: Cottbus hat Osnabrück überrannt!"

Energie Cottbus lässt gegen den VfL Osnabrück wie im Hinspiel die Durchschlagskraft vermissen

Schadenfreude der Osnabrücker Fans nach dem Sieg im Spitzenspiel.
Schadenfreude der Osnabrücker Fans nach dem Sieg im Spitzenspiel.  © IMAGO / Steinsiek.ch

Doch es kam anders. Die von Wollitz gewünschte "Wucht" entwickelte seine Truppe an diesem Nachmittag nie. Vor allem nach dem Gegentor (50.) fehlte die Durchschlagskraft. Auch aus den zig Standards resultierte zu wenig.

Deshalb ordnete Wollitz ein: "Wir haben uns selbst geschlagen" und dürfte die vielen Unsauberkeiten im letzten Drittel gemeint haben.

Auch sei Osnabrück "nicht die bessere Mannschaft" gewesen. Das kann man so sehen, denn prinzipiell war die Leistung okay - aber nicht gut genug, um den Kontrahenten zu besiegen.

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Ein kollektiver Fehler im Rückzugsverhalten nach einem Konter brachte den Hausherren die beste von wenigen Chancen und das Tor des Spiels.

So waren sich VfL-Trainer Timo Schultz (48) und Wollitz auf der anschließenden Pressekonferenz einig, dass ein Remis das gerechtere Ergebnis gewesen wäre.

Doch zur ganzen Wahrheit gehört: Wie im Hinspiel blieb Energie gegen das wohl beste Team der 3. Liga nicht nur tor-, sondern auch punktlos. Prozente, die Cottbus in der Endabrechnung fehlen könnten.

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO / STEINSIEK.CH; IMAGO / kolbert-press

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