"Welche Aufgabe hat er?" Wollitz ätzt gegen Brandenburgs Sportminister

Cottbus - Diese Herren werden so schnell keine Freunde mehr! Auf der Pressekonferenz vor dem Topspiel gegen den SC Verl (Samstag, 16.30 Uhr) holt Cottbus' Sprachrohr Pele Wollitz zum großen Rundumschlag gegen Brandenburgs Landesregierung aus.

Brandenburgs Sportminister Steffen Freiberg (44) bekam am Donnerstag von Pele Wollitz seit Fett weg.
Brandenburgs Sportminister Steffen Freiberg (44) bekam am Donnerstag von Pele Wollitz seit Fett weg.  © Frank Hammerschmidt/dpa

"Das ist so peinlich, wie die mit diesem Standort, mit diesem Verein, mit diesen Fans, mit diesen Mitgliedern und diesen Sponsoren umgehen", schoss Wollitz einen Giftpfeil in Richtung von Ministerpräsident Dietmar Woidke (64) und Sportminister Steffen Freiberg (44).

Grund für Wollitz' Empörung sind die zugesagten, aber bis heute nicht erhaltenen Zahlungen zur Stadionsanierung.

Vor ziemlich genau einem Jahr lobte Brandenburgs Regierung - wenige Tage vor der Bundestagswahl - zwei Millionen Euro Soforthilfe für den größten Sportverein des Landes aus.

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Bis heute nur ein Lippenbekenntnis, was Wollitz auf die Palme bringt: "Das ist peinlich. Das ist abartig und bodenlos, wie mit diesem Verein umgegangen wird. [...] Jeder [professionelle, Anm. d. Red.] Fußball-Klub, egal wo, soll diese Unterstützung bekommen."

Wollitz (60) ließ seine Empörung über das Handeln von Brandenburgs Politikern auf der Pressekonferenz freien Lauf.
Wollitz (60) ließ seine Empörung über das Handeln von Brandenburgs Politikern auf der Pressekonferenz freien Lauf.  © TAG24/Lukas Schulze

Darüber hinaus schaffen es die Spitzenpolitiker nicht zu bedeutenden Anlässen nach Cottbus. "Und der Sportminister, oder wie der sich nennen mag, der sagt: 'Ich war noch nicht mal im Stadion.' Das ist noch peinlicher, welche Aufgabe hat der", echauffiert sich Wollitz.

Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke, der in Forst wohnt, war nicht beim 60. Cottbuser Vereinsgeburtstag Ende Januar zugegen.

Baustart am Trainingsplatz Parzellenstraße, Energie Cottbus muss kurzfristig improvisieren

Die mangelnde Unterstützung und Wertschätzung der Cottbuser Arbeit sind Wollitz nach wie vor ein Dorn im Auge. (Archivbild)
Die mangelnde Unterstützung und Wertschätzung der Cottbuser Arbeit sind Wollitz nach wie vor ein Dorn im Auge. (Archivbild)  © Julius Frick/dpa

Zumindest die Stadt Cottbus unterstütze den Verein, kommenden Montag starten die Baumaßnahmen am städtischen Traininsgort Parzellenstraße.

Der Platz wird komplett erneuert, insbesondere die Be- und Entwässerung modernisiert. Außerdem soll Ende Mai ein neuer Rasen angesät werden, sodass ab August wieder auf dem Untergrund trainiert werden kann.

Kurzfristig zwingt die Situation den Drittligisten für den Saisonendspurt zum Improvisieren. Wollitz: "Jetzt reisen wir ab nächster Woche durch Cottbus. Das hat mit Profifußball nichts mehr zu tun."

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Deswegen wird Energie nach TAG24-Informationen unter anderem auf die örtlichen Sportanlagen des VfB Cottbus und des SV Dissenchen ausweichen, um den arg ramponierten Rasen des vereinseigenen Trainingsplatzes Eliaspark zu schonen.

Wollitz unmissverständlich: "Der Eliaspark ist hin, der ist erledigt."

Deswegen wäre die Unterstützung des Landes Brandenburg wichtiger denn je. Wollitz abschließend: "Es kommt Null Komma Null nichts. Null Anerkennung, null Respekt, null Unterstützung. [...] Ich bin irgendwann weg, aber den Verein soll es eigentlich weitergeben."

Titelfoto: Bildmontage: Julius Frick/dpa; Frank Hammerschmidt/dpa

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