Winter-Transfer im Osten: Ex-Rostock-Kapitän riet Sohn zum Cottbus-Wechsel

Cottbus - Sein Vater war einst Kapitän bei Hansa Rostock, Gianluca Pelzer (19) will jetzt bei Ostrivale Energie Cottbus in dessen Fußstapfen treten. Im Interview nach dem kuriosen Testspiel gegen Altglienicke (2:2) verriet der Winter-Zugang, dass sein Vater ihn sogar zum Wechsel bestärkt habe.

Gianluca Pelzer (19) gab am Mittwochnachmittag seinen Einstand für Energie Cottbus im Test gegen Altglienicke.
Gianluca Pelzer (19) gab am Mittwochnachmittag seinen Einstand für Energie Cottbus im Test gegen Altglienicke.  © IMAGO / Matthias Koch

"Es ist kein Geheimnis, dass mein Papa mich berät in allen Belangen. Und natürlich hat er gesagt, dass das ein guter Schritt ist", erklärte Pelzer junior nach dem Spiel in der Mixed-Zone.

Sein Papa ist kein Geringerer als Sebastian Pelzer (45, Sportvorstand beim FC Lugano), der einst fünf Jahre für Hansa Rostock die Knochen hinhielt (121 Spiele).

Auch für Dynamo Dresden räumte der linke Verteidiger zweieinhalb Jahre ab. Klar, dass sein Filius den Fußballosten aus dem Effeff kennt:

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"Aufgrund der ganzen Ostduelle zwischen Hansa Rostock und Energie Cottbus habe ich beide Vereine schon oft miterlebt."

Gianluca Pelzer wurde wie sein Papa in Trier geboren, wuchs aber an der Ostsee auf und kickte zwölf Jahre in der Jugend der Kogge. Es folgte der Wechsel ins Top-NLZ zur TSG Hoffenheim.

Doch "aufgrund einer Verletzung und der Gegebenheiten in Hoffenheim hat es dort nicht mehr funktioniert", so der Neue, der etwas nervös gestand, dass dies sein erstes Interview überhaupt sei.

Ex-Hanseat Sebastian Pelzer (heute 45, r.) war zu seiner aktiven Zeit häufig Gast im Stadion der Freundschaft. (Archivfoto)
Ex-Hanseat Sebastian Pelzer (heute 45, r.) war zu seiner aktiven Zeit häufig Gast im Stadion der Freundschaft. (Archivfoto)  © IMAGO / Andy Bünning

Sebastian Pelzer verteidigte für Hansa Rostock und Dynamo Dresden

Auch für Dynamo Dresden schnürte Sebastian Pelzer die Töppen. (Archivfoto)
Auch für Dynamo Dresden schnürte Sebastian Pelzer die Töppen. (Archivfoto)  © Lutz Hentschel

Den Kontakt mit Kaderplaner Maniyel Nergiz (42) "gab es schon länger", Energie schlug zu. Und prüfte den Youngster gegen Altglienicke auf Herz und Nieren.

Speziell in den Luftduellen war Pelzer anzumerken, dass er ein halbes Jahr keine Spielpraxis hatte. Dafür hatte er nach Standards zwei gute Chancen.

Und: "Ich bin ein absoluter Siegertyp, ich will immer gewinnen, ich geb auch niemals auf. Am Ball kann ich auch ein bisschen was", so der Perspektivspieler selbstbewusst.

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Wie gut kennt der im Fußballosten sozialisierte 19-Jährige schon seinen neuen Klub? "Ich weiß auch, dass der 60. Geburtstag [des Vereins, Anm. d. Red.] am 31. Januar ist." Dann geht es gegen Pelzers Ex-Verein, Hoffenheim II.

Sollte Gianluca in dem wohl ausverkauften Duell sein Pflichtspiel-Debüt geben, dürfte ihm Papa Sebastian wieder mit Rat und Tat zur Seite stehen. Schließlich hat der in seiner Karriere das ein oder andere Sträußchen ausgefochten.

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO / Matthias Koch; IMAGO / Andy Bünning

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