Es geht um über 9000 Tickets: FC Bayern sperrt nach Pyro-Urteil große Teile der Südkurve
München - Nach der Pyro-Strafe der UEFA wird der FC Bayern München beim nächsten Champions-League-Heimspiel – am 21. Januar gegen den belgischen Club Royale Union Saint-Gilloise – größere Teile der Südkurve sperren.
Sogar mehr, als er müsste. Es geht dabei um über 9000 Tickets, die ihre Gültigkeit verlieren. Darüber hinaus müssen 50.000 Euro bezahlt werden.
Die eigentlich zur Bewährung ausgesetzte Strafe tritt nun nach dem Zünden von Pyrotechnik im Heimspiel gegen Sporting Lissabon (3:1) am 9. Dezember in Kraft.
Auf beiden Seiten habe es entsprechende Vorfälle gegeben. Durch eine Detonation wurden ein unbeteiligter Lissabon-Anhänger und ein Polizeibeamter verletzt.
Der Fan kam ins Krankenhaus. Zwei Portugiesen wurden von den Beamten identifiziert und festgenommen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit zündeten dann die Fans der "Roten" über die komplette Breite der Südkurve ihre bengalischen Fackeln. Der Rauch stand dann als Nebel im Stadion.
FC Bayern kann Vorgabe technisch nicht umsetzen
Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen (58) rechnet damit, dass die UEFA hier hart durchgreifen werde.
Doch warum sperrt der Deutsche Rekordmeister mehr Fläche, als er eigentlich laut Urteil müsste? Das erklärte der Verein am Donnerstag in einer Mitteilung.
"Da bei Heimspielen des FC Bayern im Unterrang der Südkurve keine blockweise Ticketvergabe erfolgt und alle 9336 Tickets für die Blöcke 109 bis 117 gültig sind, ist es dem Klub technisch nicht möglich, ausschließlich die 4800 Tickets für die Blöcke 111 bis 114 gezielt zu stornieren", heißt es.
Daher verlieren alle Tickets für die Südkurve ihre Gültigkeit. Der Klub erstattet den Eintrittspreis an die jeweiligen Käufer. "Die Stornierung der Tickets erfolgt am Freitag."
Sollten die Plätze in den Blöcken 109 bis 110 und 115 bis 117 später doch erneut in den Verkauf gehen, werde der FC Bayern zeitnah organisatorische Details bekanntgeben.
Im Stehplatzbereich der Südkurve, die die Blöcke 109 bis 117 umfasst, herrscht freie Blockwahl.
Titelfoto: Tom Weller/dpa

