Thomas Müller über Bayern-Abschied: "Alles wunderbar - bis auf diesen einen Prozess"
München - Thomas Müller (36) hat in einem Interview neue Details zu seinem Abgang beim FC Bayern München enthüllt und verraten, welcher Vorgang ihn daran gestört hat.
"Der Sachverhalt ist ja relativ klar gewesen", sagte der Weltmeister von 2014 im Format "Bestbesetzung" bei MagentaTV. "Es gab in der Entstehung natürlich Diskrepanzen, vor allem kommunikativ, was den Weg zu der Entscheidung betrifft und wie ich da mitgenommen wurde."
Damit spielt Müller auf den plötzlichen Meinungsumschwung im Verein an, der ihn und auch viele Bayern-Fans kalt erwischte.
Wir erinnern uns: Im Januar 2025 sagte FCB-Sportvorstand Max Eberl (52) zu einer möglichen Vertragsverlängerung mit Müller, dass man da "nicht großartig verhandeln" brauche.
Denn: "Wenn er Lust hat weiterzumachen, werden wir uns tief in die Augen schauen und dann wird es weitergehen." Damit erteilte Eberl dem Routinier quasi einen Freibrief!
Müller hatte Lust, doch sportliche Leitung, Vorstand und Aufsichtsrat des FC Bayern entschieden sich am Ende dann doch dagegen, mit dem damals 35-Jährigen weiterzumachen. Grund dafür sei laut Eberl die Kaderplanung und die Struktur der Mannschaft gewesen.
Mitte März musste er dem Offensivmann mitteilen, dass nach 25 Jahren beim Klub sein Vertrag nicht mehr verlängert werde. Davor habe Eberl nach eigenen Worten "drei Tage beschissen geschlafen".
Kehrt Thomas Müller noch mal zum FC Bayern München zurück?
"Es gab da einen Meinungsumschwung … Der ist aber ein wenig an mir vorbeigegangen", kommentierte Müller den Ablauf nun in der Retrospektive. "Aus Vereinsperspektive wurde ich da nicht mitgenommen."
Der Abschied selbst sei aber trotzdem "sehr harmonisch" gewesen. "Ich habe den Respekt und die Wertschätzung von allen Beteiligten gespürt. Da war von A bis Z alles wunderbar - bis auf diesen einen Prozess."
Ob Müller in einer anderen Funktion noch mal zum FC Bayern zurückkehrt? "Ich bin ein Nichts-Ausschließer. Ich lasse das einfach auf mich zukommen", sagte der 36-Jährige dazu.
Titelfoto: Felix Hörhager/dpa
