Aue-Coach Dotchev holt Tipps von Ex-Schützling: "Wir haben miteinander telefoniert!"

Aue - Pavel Dotchev (57) hat mit dem FC Erzgebirge Aue eine formidable Wintervorbereitung hingelegt.

Ist guter Dinge, dass seine Mannschaft am Montagabend in Ingolstadt einen ordentlichen Start hinlegen wird: FCE-Trainer Pavel Dotchev (57).
Ist guter Dinge, dass seine Mannschaft am Montagabend in Ingolstadt einen ordentlichen Start hinlegen wird: FCE-Trainer Pavel Dotchev (57).  © picture point/Sven Sonntag

Fünf Siege, darunter die Siege gegen Halle (1:0) sowie Oldenburg (5:1) und ein respektables 3:3 bei Zweitligist 1. FC Nürnberg. "Ich zufrieden mit der Art und Weise, wie die Mannschaft gearbeitet hat", sieht Dotchev Aue gerüstet für den Re-Start nach WM- und Winterpause.

Um am Montagabend in Ingolstadt keine böse Überraschung zu erleben, kontaktierte der Veilchen-Coach kurzerhand Christian Tiffert (40). "Wir haben miteinander telefoniert", verrät Dotchev.

Und das hatte seine Gründe! Tifferts Chemnitzer FC diente den Schanzern als Generalprobe vor dem Aue-Duell. Ingolstadt gewann dabei klar 4:0. Da lag es nahe, dass sich Dotchev mit seinem ehemaligen Schützling - Tiffert stieg als Veilchen-Profi unter dem 57-jährigen Fußballlehrer 2015/16 in die 2. Bundesliga auf und absolvierte insgesamt 57 Partien unter dem Bulgaren - unterhielt.

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Kommunikation ist eben alles. Das betrifft auch Dotchevs Elf, wenngleich es daran manchmal noch hapert, wie selbst die Generalprobe gegen Cottbus (3:1) bewies.

"Wenn ich von außen sehe, dass das Spiel nicht läuft, wie ich mir das vorstelle und ich gebe das an die Mannschaft weiter, sie das dann aber nicht untereinander kommunizieren, dann gefällt mir das nicht. Da müssen die Spieler mehr Verantwortung übernehmen", fordert Dotchev.

CFC-Coach Christian Tiffert (40) absolvierte insgesamt 57 Partien unter Dotchev.
CFC-Coach Christian Tiffert (40) absolvierte insgesamt 57 Partien unter Dotchev.  © Picture Point/Gabor Krieg

Aue verlor in der Rückrunde gegen Ingolstadt! Dotchev": Haben etwas gutzumachen"

Am 1. April des Vorjahres unterlag Aue in Ingolstadt, steckte eine frühe Rote Karte weg, holte ein 0:2 auf, um in der Nachspielzeit das 2:3 zu kassieren. Das war der endgültige Knockout damals.
Am 1. April des Vorjahres unterlag Aue in Ingolstadt, steckte eine frühe Rote Karte weg, holte ein 0:2 auf, um in der Nachspielzeit das 2:3 zu kassieren. Das war der endgültige Knockout damals.  © picture point/Sven Sonntag

Dieses Wegducken ist im bisherigen Saisonverlauf ein Manko gewesen. Da war der Ballführende gern mal die ärmste Sau. Es ist einer der Hebel, an denen die Veilchen ansetzen müssen.

Dotchev: "Sobald etwas Widerstand da ist, ist die Mannschaft bereit, aufzugeben. Für den Klassenerhalt sind der Kopf und die Beine gefragt. Es ist ein sehr, sehr langer Marathon mit vielen Spielen, wo man standhaft bleiben muss."

Und die Nerven bewahren sollte. Im vergangenen Jahr war das in der Rückrunde beim 2:3 in Ingolstadt der Knackpunkt. "Nach fünf Minuten bekamen wir eine Rote Karte, lagen dann 0:2 zurück, was wir in Unterzahl aufholten, um dann in der Nachspielzeit durch einen Distanzschuss nach einer Ecke zu verlieren."

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Dotchev weiter: "Das brach uns damals das Genick, weshalb wir etwas gutzumachen haben."

Titelfoto: Picture Point/Sven Sonntag, Picture Point/Gabor Krieg

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