Aue hat ausgiebig gefeiert, doch gegen Aachen steht die Zukunft auf dem Spiel!

Aue-Bad Schlema - Erzgebirge Aue hat am Mittwochabend ausgiebig die Vergangenheit gefeiert. Nostalgisches Schwelgen und eine willkommene Ablenkung in schweren Zeiten. Am Samstag muss sich der Kumpelverein wieder auf die Gegenwart konzentrieren und gegen Alemannia Aachen gewinnen. Sonst steht die Zukunft auf dem Spiel!

Mut und Zuversicht wollen Trainer Christoph Dabrowski (47, l.) und Sportchef Michael Tarnat (56) ausstrahlen.  © picture point/Sven Sonntag

In den nächsten elf Spielen müssen bei derzeit acht Punkten Rückstand und der deutlich schlechteren Tordifferenz neun Zähler auf den 1. FC Saarbrücken auf dem ersten Nichtabstiegsplatz gutgemacht werden, will Aue noch die Klasse halten.

Ab jetzt ist jedes Spiel ein gefühltes Endspiel, wenngleich Coach Christoph Dabrowski (47) wenig von solchen Ultimativen hält.

"Der Begriff eignet sich höchstens zum Dramatisieren!", meint der 47-Jährige, gibt aber zu: "Natürlich sind wir nicht blauäugig. Die Chancen, um heranzurücken, werden weniger. Das Heimspiel gegen Aachen ist wichtig, keine Frage."

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Was Zuversicht stiftet, ist die über weite Strecken ordentliche Vorstellung gegen 1860 München, wo auch die Abwehr weniger gewackelt hat. Schon vor diesem Spiel hatte Dabrowski gesagt, man habe nichts mehr zu verlieren.

Ist eine solche Herangehensweise vielleicht sogar förderlich, weil eh kaum einer mehr was von einem erwartet und der Druck dadurch sinkt? Immerhin spielt sich auch viel im Kopf ab ...

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Marcel Bär suchte Schuld bei sich

Marcel Bär (33) wurde hier von Löwe Max Reinthaler (33) böse gefoult. Aues Torjäger stand wieder auf, er wird am Samstag gegen Aachen gebraucht.  © IMAGO/Lackovic

"Mit Druck geht jeder anders um. Das lässt sich nicht verallgemeinern, auch innerhalb einer Mannschaft. Wir haben aber nichts mehr zu verlieren, nur noch zu gewinnen. Die Leistung gegen 1860 war okay, für den dringend benötigten Dreier hat sie nicht gereicht", sagt Dabrowski.

Und das ist das Bittere: 20:8 Torschüsse haben nicht gereicht, weil nach Martin Männels (37) Parade niemand bei Maximilian Wolfram (7.) stand und der Keeper selbst kurz nach Wiederanpfiff folgenschwer patzte, sodass Sigurd Haugen (50.) Aue ins Tal der Tränen stieß.

Dazu die eigene Chancenverwertung. Marcel Bär (33) suchte die Schuld hinterher bei sich. An ihm, der in den letzten acht Spielen starke viermal traf, liegt es aber am allerwenigsten.

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Dabrowski dazu: "Über die Klasse und Effektivität von Marcel Bär brauchen wir nicht zu diskutieren. Doch er allein kann es nicht richten. Wir brauchen Mut und Torgefahr - auch aus anderen Mannschaftsteilen."

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 27 43:25 52
2 FC Energie Cottbus 27 53:39 52
3 MSV Duisburg 27 47:33 48
4 TSV 1860 München 28 45:37 48
5 FC Hansa Rostock 27 47:31 46
6 Rot-Weiss Essen 27 51:44 46
7 SC Verl 27 61:40 45
8 SV Wehen Wiesbaden 27 40:31 44
9 SV Waldhof Mannheim 27 43:48 39
10 Viktoria Köln 28 38:36 38
11 FC Ingolstadt 04 27 45:36 37
12 TSG 1899 Hoffenheim II 27 51:48 35
13 Alemannia Aachen 27 44:48 35
14 SSV Jahn Regensburg 27 36:40 35
15 VfB Stuttgart II 27 33:44 35
16 1. FC Saarbrücken 27 37:38 32
17 FC Erzgebirge Aue 27 30:45 24
18 SSV Ulm 1846 27 35:55 24
19 TSV Havelse 27 37:59 20
20 1. FC Schweinfurt 05 27 23:62 11

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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