Aue-Trainer Dotchev muss für "Hau ab" büßen

Aue - Auf diese Wiederholung hätte Pavel Dotchev (58) gerne verzichtet: Der Coach vom FC Erzgebirge Aue ist durch seine Gelb-Rote Karte aus der letzten Begegnung mit Arminia Bielefeld fürs Heimspiel am Samstag gegen den MSV Duisburg gesperrt.

FCE-Trainer Pavel Dotchev (58, l.) musste nach der Partie sogar von Arminia-Kapitän Fabian Klos (36) getröstet werden. Schiedsrichter Florian Lechner verweigerte ein klärendes Gespräch mit dem Veilchen-Coach.
FCE-Trainer Pavel Dotchev (58, l.) musste nach der Partie sogar von Arminia-Kapitän Fabian Klos (36) getröstet werden. Schiedsrichter Florian Lechner verweigerte ein klärendes Gespräch mit dem Veilchen-Coach.  © imago/osnapix

Im Mai hatte es den 58-Jährigen schon einmal erwischt. Damals sah er in Duisburg die vierte gelbe Karte und durfte anschließend gegen Dortmund II. nicht in den Innenraum.

Eigentlich zählt Dotchev zu den ruhigeren seiner Zunft und ist nicht gerade als Derwisch an der Seitenlinie bekannt. Dass er in Bielefeld die Blitzampelkarte sah, war für ihn nicht nachvollziehbar.

"Ich bin jetzt 58 Jahre alt, habe bis 37 selbst Fußball gespielt. Ich pfeife jede Woche vier Trainingsspiele und bin seit über 20 Jahren Trainer. Ich bin auch mehr oder weniger Schiedsrichter und habe ein Gefühl für vieles", gibt Dotchev zu verstehen, dass er weiß, wovon er redet, wenn er sich gegenüber dem Unparteiischen artikuliert.

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Dass er im Affekt "Hau ab" zum Referee sagte, ärgerte ihn wohl am meisten und dafür entschuldigte er sich auch hinterher.

Erzgebirge Aue wünscht sich bessere Schiri-Kommunikation

Die letzte Viertelstunde verfolgte Aues Trainer Pavel Dotchev (l.) neben Pressesprecher Lars Töffling auf der Tribüne hinter der FCE-Bank.
Die letzte Viertelstunde verfolgte Aues Trainer Pavel Dotchev (l.) neben Pressesprecher Lars Töffling auf der Tribüne hinter der FCE-Bank.  © picture point/Sven Sonntag

Es ist das berühmte Fingerspitzengefühl, das sich Aue nicht nur bei der Bewertung bei den Entscheidungen auf dem Platz wünscht, sondern auch beim Dialog mit der Seitenlinie.

"Ich stehe für eine klare Ansprache. Zum Beispiel kann doch der vierte Offizielle schon einwirken, wenn dem Schiedsrichtergespann etwas missfällt, statt dass es gleich bei der ersten Aktion eine Verwarnung für den Trainer gibt", würde sich Sportchef Matthias Heidrich (45) mehr Kommunikation wünschen.

Ein Beispiel sei das letzte Heimspiel gewesen. Schiedsrichter Wolfgang Haslberger pfiff in der ersten Halbzeit zwei Auer Tore weg und bedachte in der zweiten Halbzeit je einen Spieler beider Mannschaften mit Gelb-Rot.

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Heidrich: "Trotz allem kochten zu keinem Zeitpunkt die Emotionen über, weil der Schiedsrichter das Ganze sehr souverän moderiert hat."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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