Erzgebirgskreis greift FCE unter die Arme: Stadionpacht erneut gestundet und bei Abstieg reduziert
Aue - Aufatmen im Lößnitztal! Der FC Erzgebirge Aue bekommt die für die Spielzeit 2026/27 fällige Pachtzahlung für das "eins-Erzgebirgsstadion" in Höhe von 250.000 Euro gestundet. Dies entschied der Kreistag des Erzgebirgskreises am Mittwoch in seiner Sitzung. Auch zur Höhe der Pacht bei Abstieg gab es eine Entscheidung.
Steigen die Veilchen aus der 3. Liga ab und so sieht es angesichts neun Zählern Rückstand auf das rettende Ufer bei nur noch acht verbleibenden Spielen langsam aber sicher aus, wird die Stadionpacht auf 100.000 Euro verringert, die ebenfalls gestundet würden.
FCE-Präsident Thomas Schlesinger war neben Geschäftsführer Enrico Böhme und Finanzvorstand Andreas Stark bei der Sitzung zugegen.
Ebenfalls bei der Abstimmung vor Ort, aber wegen möglicher Befangenheit nicht stimmberechtigt waren Aufsichtsratschef Nico Dittmann und Jens Haustein, die beide Mitglieder des Kreistages sind.
"Die Abstimmung hilft für die neue Saison", unterstrich Haustein hinterher gegenüber TAG24. Erst wenige Stunden vor dem Kreistagsvotum hatte der Kumpelverein die Weichen für die ligaunabhängige Kaderplanung für 2026/27 konkretisiert.
FCE-Aufsichtsrat Jens Haustein: "Nichtsdestotrotz brauchen wir in den nächsten Wochen Ergebnisse"
So wird der gegenwärtige Sportchef Michael Tarnat diese Aufgabe federführend übernehmen und durch Sportvorstand Haustein und den neuen Chefscout Steffen Ziffert unterstützt. Vorausgegangen war ein gemeinsamer Beschluss von Vorstand, Aufsichtsrat und Ehrenrat.
"Oberste Priorität hat nun, den Verein auszurichten und die Kräfte zu bündeln", betont Haustein, sagt aber auch: "Nichtsdestotrotz brauchen wir in den nächsten Wochen Ergebnisse, sonst haben wir wieder eine mögliche Personaldebatte."
Apropos Personaldebatte: Tarnat verantwortet zwar die Kaderplanung, einen Vertrag für die neue Saison besitzt der Ex-Bayern-Profi allerdings noch nicht. Haustein: "Wir werden uns zu gegebener Zeit zusammensetzen."
Titelfoto: Jan Woitas/dpa
