FCE-Sportvorstand kündigt erste Personalentscheidungen an und äußert sich zur Trainerfrage
Aue - Derzeit kommt in der Mixed-Zone kein Spieler um die Gretchenfrage herum: "Sag, wie hältst du es mit Erzgebirge Aue?" Es gibt jene, die ein klipp und klares Bekenntnis abgeben wie Martin Männel (38), diejenigen, die das Gefühl vermitteln, dass Aue gute Karten besitzt, wie es bei Erik Majetschak (26) oder Anthony Barylla (28) durchklang, und jene, die keine Tendenz zu erkennen gaben, wie Louis Lord (22) oder Jannic Ehlers (23).
"Es wird in nächster Zeit die ersten Personalentscheidungen geben. Ich kann natürlich nicht auf den Tag genau sagen wann, dennoch arbeiten wir mit Hochdruck daran, den neuen Kader zusammenzustellen", ließ Sportvorstand Jens Haustein nach dem Wiesbaden-Spiel auf TAG24-Nachfrage wissen.
Wenige Minuten zuvor hatte der sich lange anbahnende Abstieg endgültig festgestanden. Haustein entsprechend konsterniert: "In diesem Moment fällt es schwer, über Personalien zu sprechen."
Dennoch kam er nicht umhin zu umreißen, wie es jetzt in der sportlichen Planung weitergeht. "Wir werden selbstverständlich nicht alle Spieler verpflichten und zuletzt den Trainer, sondern das wird ineinandergreifen", so Haustein.
Mit Mika Clausen (23) steht bereits der erste Abgang fest. Sein Wechsel zum SC Verl ist bereits seit einigen Wochen fix.
Den derzeit verletzten Pascal Fallmann (22) wird man nächste Saison höchstwahrscheinlich ebenfalls nicht mehr im Lößnitztal sehen. Auch ein Verbleib von Marvin Stefaniak (31), der noch immer für Selfies heiß begehrt ist, scheint fraglich.
Sportvorstand Jens Haustein äußert sich zu Aue-Keeper Männel
Es sind diese Kleinigkeiten. So zum Beispiel, dass der verletzte Mittelfeldspieler nach dem Halbfinal-Einzug nicht sofort den Weg in die Aue-Kabine suchte, sondern im gegenüberliegenden Gang vor dem CFC-Bereich lange mit Tobias Müller (32) plauderte.
Intern dürfte das fehlende Fingerspitzengefühl nicht unbedingt gut ankommen. Der Verein ist hart am Kämpfen mit sich und der Situation und allen Beteiligten müsste bewusst sein, dass eine Niederlage im Bezirksderby die Stimmung kippen lassen kann.
So hatte Interimstrainer Khvicha Shubitidze (51) vorab gesagt: "Ich brauche den Jungs nicht viel zu erzählen. Jeder weiß, worum es geht und was auf dem Spiel steht."
Entsprechend fielen zum Beispiel die Emotionen bei Martin Männel aus. Er schrie seine Erleichterung am späten Mittwochabend in den Katakomben heraus und noch am vergangenen Samstag wollte ihm im TAG24-Gespräch beim Rückblick aufs CFC-Spiel nicht mal der Name des Derbygegners über die Lippen kommen.
Ist der Keeper trotz seiner 38 Jahre einer für den sportlichen Neuanfang? Haustein: "Wenn uns Martin helfen will, gerne. Er gehört zu diesem Verein. Um eine Aussage zu treffen, in welcher Funktion das sein wird, ist es noch zu früh."
Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

