Keine 6000 Fans wollen Aue sehen! Weinhauer rettet Punkt nach schwachem Start

Aue - Auf der Abschiedstour durch die 3. Liga hat Erzgebirge Aue einen kleinen Achtungserfolg gefeiert und dem Aufstiegsaspiranten SC Verl am Sonntag vor der eigenen Saison-Minuskulisse von 5653 Zuschauern ein 1:1 (0:1) abgetrotzt. Der Abstieg ist um mindestens eine Woche vertagt.

Aue-Torwart Martin Männel parierte eine Verler Großchance.  © picture point/Sven Sonntag

Sportvorstand Jens Haustein hatte vor der Partie bei "MagentaSport" durchblicken lassen, man versuche so viele Spieler wie möglich zu halten, die zur vierten Liga passen und Aue kommende Saison weiterhelfen, den sofortigen Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen.

Wenig verwunderlich also, dass Khvicha Shubitidze, Interimstrainer und Nachwuchschef in Personalunion, vorerst auf Spieler aus der Kumpelschmiede verzichtet und dem Bestandskader die Bühne zum Schaulaufen bereitet. Das hatte er auf der Spieltagspressekonferenz schon angedeutet.

Erik Weinhauer, letztjähriger Torschützenkönig der Regionalliga Nordost und Schütze des Ausgleichs gegen Verl (64.), ist einer, der ins von Haustein umrissene Anforderungsprofil passt.

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Veilchen konnten ihre Sieglos-Serie wieder nicht brechen

Erik Weinhauer (2.v.r.) traf für Aue zum 1:1-Ausgleich.  © picture point/Sven Sonntag

Interessant war aber auch zu sehen, wie mit der Causa Mika Clausen umgegangen wird. Bei ihm steht bereits fest, dass er nach der Saison gen Verl wechselt. Das vorab durchgeführte persönliche Gespräch schien Shubitidze zumindest überzeugt zu haben, schließlich berief er Clausen in den Spieltagskader. Hingegen fehlte Pascal Fallmann, der im Abschlusstraining umgeknickt war und von Anthony Barylla ersetzt wurde.

Und dem wurde in der ersten Halbzeit Knoten in die Beine gespielt, was allerdings für jedes Veilchen galt. Verl mit der ganz frühen Führung durch Berkan Taz (4.) und überhaupt spielerisch drückend überlegen. Lenkt Männel den Kracher von Oulaid Mhamdi (17.) nicht an die Latte, wäre die Partie gelaufen gewesen, ehe sie so richtig begonnen hatte.

Für Aue ergab sich nur etwas, weil der Gegner zu nachlässig mit seinem spielerischen Übergewicht umging und in Schönheit starb. Das hielt die Shubitidze-Elf am Leben. Und als SCV-Keeper Philipp Schulze, von Ricky Bornschein attackiert, den Ball Weinhauer in die Füße spielte, wurden die Karten neu gemischt - genau wie im Hinspiel beim 1:1, als Aue sogar noch die Chance auf den späten Siegtreffer hatte.

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Die Veilchen schnupperten zart an der Überraschung, konnten ihre Sieglos-Serie aber wieder nicht brechen.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 33 55:27 67
2 Rot-Weiss Essen 33 69:51 64
3 FC Energie Cottbus 33 61:45 60
4 MSV Duisburg 33 59:43 60
5 FC Hansa Rostock 33 62:37 59
6 SC Verl 33 72:45 55
7 Alemannia Aachen 33 60:53 51
8 TSV 1860 München 33 49:45 51
9 SV Wehen Wiesbaden 33 44:42 48
10 Viktoria Köln 33 48:45 47
11 SV Waldhof Mannheim 33 52:60 47
12 SSV Jahn Regensburg 33 46:50 43
13 VfB Stuttgart II 33 41:54 42
14 FC Ingolstadt 04 33 52:48 40
15 TSG 1899 Hoffenheim II 33 60:59 40
16 1. FC Saarbrücken 33 42:49 37
17 TSV Havelse 33 49:73 29
18 SSV Ulm 1846 33 42:68 29
19 FC Erzgebirge Aue 33 38:61 25
20 1. FC Schweinfurt 05 33 31:77 18

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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