"Tod und Hass dem FSV", "Dresden, Zwickau, Hurensöhne": Aue-Fans und Spieler heizen vor Pokalderby ein

Aue - Die Giftpfeile fliegen schon zwei Wochen vor dem Sachsenpokal-Finale extrem tief! Während die Spieler des FSV Zwickau nach dem Halbfinalsieg bei Stahl Riesa mit dem Banner "Schachter Schlachter" den Auftakt gemacht hatten, gab es nun im letzten Drittliga-Heimspiel des FC Erzgebirge Aue am Freitagabend die Retourkutsche - unter die Gürtellinie.

Am Freitagabend feierten Fans und Spieler in Aue die Schmährufe gegen Erzrivale FSV Zwickau.  © Screenshot

Als die Veilchen nach dem torlosen Remis gegen den MSV Duisburg vor der Fankurve Aufstellung nahmen, schallte es "Tod und Hass dem FSV". Einzelne Spieler ballten dazu die Faust. Auch die Fanfreundschaft zwischen dem FSV Zwickau und Dynamo Dresden wurde entsprechend verbal verunglimpft.

"Dresden, Zwickau, Hurensöhne", riefen die FCE-Fans, während die Mannschaft dazu im Takt mithüpfte. Das zeigt, wie viel Feuer schon jetzt drin ist im Hass-Duell zwischen den beiden Erzrivalen.

Fraglich, ob rechtzeitig vor dem Endspiel verbal etwas abgerüstet wird und einzig allein die sportlichen Belange im Vordergrund stehen.

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Denn bei aller Abneigung ist in den letzten Tagen vor allem die Euphorie zu spüren gewesen. So gab es in Zwickau mehrere Fanbanner, unter anderem am Trainingsgelände. Dazu gehen die Heimtickets weg wie warme Semmeln und auch der Vorverkauf der 1300 Gästetickets am Sonnabend (Beginn 10 Uhr) verspricht einen wahren Run auszulösen, so wie das bereits vor dem Halbfinale gegen den Chemnitzer FC der Fall gewesen war. Damals waren alle 2138 Tickets binnen 42 Minuten ausverkauft.

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Nur Online-Tickets verfügbar

Diesmal wird es allerdings keinen physischen Verkauf, sondern nur Onlinetickets geben. "Alle Kartenwünsche zu erfüllen, ist bei etwa 9600 Mitgliedern ein Ding der Unmöglichkeit. Abzüglich der Bestellungen für organisierte Reisebusse, offizielle Fanclubs, Fans mit Handicap, Vereinsverantwortlicher, Nachwuchs und der wichtigsten Sponsoren bleibt nur ein Kontingent zum Verkauf übrig, dass ein Anstehen im FanShop zu einer Tortur ohne Gewähr auf Erfolg macht", heißt es seitens des Kumpelvereins.

Um Unmut, Frust und verständlicher Enttäuschung zuvorzukommen, bietet der FCE die verbleibenden Endspiel-Karten nur seinen Vereinsmitgliedern im Online-Shop an - "jeweils ein Ticket pro Mitglied", so der Verein weiter.

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