"Verletzung habe ich nicht mehr im Kopf": Aues Torjäger Bär kehrt nach Rostock zurück

Aue-Bad Schlema - "Die Verletzung habe ich gar nicht mehr im Kopf, behindert mich nicht und schränkt mich auch nicht ein", sagt Aue-Stürmer Marcel Bär vor dem Gang ins Ostseestadion am Samstag, jenem Ort, wo ihm am 12. März 2025 die Achillessehne riss. Ein Moment, der das Erzgebirge den Atem stocken ließ.

12. März 2025: Marcel Bär zog sich in Rostock einen Achillessehnenriss zu.  © picture point/Sven Sonntag

Die personifizierte offensive Lebensversicherung lag schmerzverzerrt am Boden. Es war ungewiss, wann er überhaupt wieder angreifen kann.

Acht Monate dauerte dieser Weg zunächst. Dass er in dieser Zeit nichts, aber auch gar nichts von seinem Torriecher eingebüßt hat, zeigte das Achtelfinale im Landespokal Mitte November, als Bär mit einem fast unnachahmlichen Kopfball gegen Regionalliga-Primus Lok Leipzig das Weiterkommen sicherte.

"Natürlich ist es nicht selbstverständlich, dass ich so schnell zurückgekommen bin. Es war viel Geduld, Fleiß und Wille notwendig, um die Zeit zu schaffen", sagt Bär vor dem Rückrundenstart.

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Er dankt Ärzten, Physios und dem Reha-Team, die ihm extrem geholfen haben: "Ich denke, dass da jeder Beteiligte einen richtig guten Job gemacht hat. Mein Ziel war, wieder richtig fit zu werden, weshalb man den Fokus nicht verlieren durfte. Jetzt freue ich mich einfach mega auf den Rückrundenauftakt. Ich hoffe, dass ich fit bleibe und wieder regelmäßig eingreifen kann."

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Veilchen erspielen viele Chancen, am Ende fehlt der Knipser

14. Januar 2026: Zehn Monate später ist Marcel Bär längst zurück auf dem Trainingsplatz und brennt auf die Partie am Samstag in Rostock.  © picture point/Sven Sonntag

Vor allem Letzteres wünscht man ihm - und auch Aue. Denn während der Abwesenheit konnte keiner die Lücke ausfüllen, die seine Verletzung riss.

Die nur bedingt vorhandene Offensivpower ist das große Manko. Chancen erspielen sich die Veilchen zuhauf. Was fehlt, ist der Knipser. Und da ruht seit jeher die Last auf Bärs Schultern.

Vor besagter Lok-Partie, wo er 66 Minuten agierte, bestritt Bär zwei Joker-Einsätze, danach war er noch einmal von Beginn an über 54 Minuten gegen Stuttgart II. auf dem Feld, ehe der Muskel zwickte.

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Bär: "Die muskuläre Geschichte am Ende der Hinrunde war nervig und hatte mich ein bisschen ausgebremst, sodass ich in der Wintervorbereitung einiges nachholen musste - trotzdem mit Bedacht."

Daher auch nur der 42-minütige Einsatz beim XL-Test gegen Union Berlin. "Bin ich zufrieden damit? Sagen wir so: es war okay. Man hat mir, glaube ich, angemerkt, dass ich wieder ein paar Wochen nicht gespielt habe", so Bär.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Energie Cottbus 19 42:33 36
2 SC Verl 19 44:26 35
3 MSV Duisburg 19 32:22 34
4 Rot-Weiss Essen 19 36:30 34
5 FC Hansa Rostock 19 31:19 32
6 VfL Osnabrück 19 26:21 32
7 TSG 1899 Hoffenheim II 19 40:27 31
8 TSV 1860 München 19 29:29 30
9 SV Waldhof Mannheim 19 32:31 29
10 VfB Stuttgart II 19 26:26 29
11 SV Wehen Wiesbaden 19 25:23 28
12 Viktoria Köln 19 28:25 27
13 SSV Jahn Regensburg 19 28:29 24
14 FC Ingolstadt 04 19 32:30 22
15 1. FC Saarbrücken 19 29:31 22
16 FC Erzgebirge Aue 19 23:28 22
17 Alemannia Aachen 19 28:34 21
18 SSV Ulm 1846 19 26:44 16
19 TSV Havelse 19 25:40 13
20 1. FC Schweinfurt 05 19 16:50 6

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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