Wortgefechte zwischen Fans und Kapitän, Tacheles von Torjäger Bär: "Wir haben kläglich versagt"

Aue-Bad Schlema - "Das hat nichts mit Verteidigen zu tun und auch nicht mit Drittligafußball. Es war so mit die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Wir haben heute kläglich versagt", wurde Marcel Bär (33) nach dem indiskutablen 3:5 (1:4) gegen die TSG Hoffenheim II. deutlich. Die Nerven lagen bei Erzgebirge Aue nach Abpfiff blank.

Marcel Bär (33) erzielte zwei Tore für Aue und zeigte annähernd Normalform.  © Picture Point / Gabor Krieg

Die Mannschaft wurde am Mundloch zum Eingang in die Katakomben von der Haupttribüne aus beschimpft, sie sollten sich in die Fankurve machen. Daraufhin entgegnete Martin Männel (38): "Chill doch mal. Meine Fresse!"

Männel darauf in der Mixed-Zone angesprochen: "Jeder ist gerade emotional geladen. Mir geht's darum, dass niemand sich scheute, in die Kurve zu gehen."

Und der Gang war kein leichter angesichts der katastrophalen Leistung, die von den Fans mit einem Mix aus Frust und Galgenhumor quittiert wurde. Das ging so weit, die gegnerischen Treffer höhnisch zu beklatschen. "Wenn die eigenen Fans bei jedem Tor von Hoffenheim jubeln, ist das extrem peinlich für jeden Spieler auf dem Platz", meinte ein sichtlich deprimierter Bär.

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Mit zwei Toren war er der einzige, der annähernd Normalform zeigte.

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Christoph Dabrowski: "Ich muss mich entschuldigen!"

Aue-Sportchef Michael Tarnat (56) war nach dem Spiel sprach- und fassungslos.  © PICTURE POINT/ S.Sonntag

Was man von der Verteidigung dagegen nicht behaupten konnte. "Ich muss mich entschuldigen! Das hatte wenig mit Drittligafußball zu tun", sagte Cheftrainer Christoph Dabrowski (47) hinterher, der auch zugab, er könne sich die Gegentore nicht erklären und verwies auf seine Spieler, dies doch zu tun.

Ähnlich sprach- und fassungslos zeigte sich Sportchef Michael Tarnat (56): "Was wir in der ersten Halbzeit abgeliefert haben, war schrecklich, ohne Mumm, ohne Herz. Wir hatten uns so viel vorgenommen, aber so kannst du in kein Spiel hineingehen. Das hat mit Profifußball nichts zu tun."

Vorgenommen hatte sich der Ex-Bayern-Profi zu Beginn der Woche auch, jetzt mit den Spielergesprächen für die neue Saison zu starten. Außer Bär lieferten die wenigsten Argumente, wieso man sich im Ansatz mit ihnen beschäftigen sollte, wenn es darum geht, in der Regionalliga Nordost eine neue Mannschaft aufzubauen.

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Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 31 54:26 64
2 Rot-Weiss Essen 31 62:49 58
3 FC Energie Cottbus 31 58:44 57
4 SC Verl 30 70:41 54
5 MSV Duisburg 31 54:42 54
6 FC Hansa Rostock 31 55:35 53
7 TSV 1860 München 31 47:40 50
8 SV Wehen Wiesbaden 30 42:33 48
9 SV Waldhof Mannheim 31 50:55 46
10 Alemannia Aachen 30 53:51 44
11 Viktoria Köln 31 44:43 41
12 VfB Stuttgart II 31 39:50 41
13 FC Ingolstadt 04 30 50:41 40
14 SSV Jahn Regensburg 31 43:48 39
15 TSG 1899 Hoffenheim II 31 58:57 38
16 1. FC Saarbrücken 30 40:46 33
17 SSV Ulm 1846 30 39:62 25
18 FC Erzgebirge Aue 31 37:59 24
19 TSV Havelse 31 43:72 23
20 1. FC Schweinfurt 05 31 29:73 17

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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