Nimmt Aue den Pokal-Schwung mit? Dabrowski will sich vor Englischer Woche nicht zur eigenen Zukunft äußern
Aue - Der FC Erzgebirge versucht den Spagat zwischen der Planung für den voraussichtlichen Gang in die Regionalliga Nordost und dennoch den Glauben zu behalten, dass der Klassenerhalt irgendwie noch gelingen möge. In der Hinrunde holte der Schacht unter Jens Härtel (56) gegen die TSG Hoffenheim II. (1:1), Jahn Regensburg (4:3) und den SC Verl (1:1) fünf Zähler. Daran muss sich Christoph Dabrowski (47) in der anstehenden Englischen Woche messen lassen.
Vor zwei Monaten trat er das Traineramt im Lößnitztal an. Da war der Presseraum im eins-Erzgebirgsstadion bis auf den letzten Platz gefüllt und loderte die Flamme der Hoffnung spürbar auf. Acht sieglose Spiele später, mit nur zwei von 24 möglichen Punkten, ist ein kleiner Gluthaufen übrig geblieben. Entfacht das 10:0 im Sachsenpokal-Viertelfinale über Siebtligist Fortschritt Lichtenstein noch mal das Feuer?
"Jeder Sieg tut gut, gibt Selbstvertrauen, vor allem bei der Höhe. Jedes Tor tut gut und die Spieler holen sich daraus ihr Vertrauen", hofft Dabrowski auf eine erfolgreiche Fortsetzung am Karsamstag gegen Hoffenheim. Die Kraichgauer sind in der Rückrunde mit nur vier Zählern aus elf Spielen ähnlich mies unterwegs.
"Wir wollen die U23 von der Intensität und Körperlichkeit her so bearbeiten, dass es Wirkung zeigt und wir den ersehnten Dreier hier behalten." Jenes Erfolgserlebnis wäre nicht nur wichtig für den Abstiegskampf, sondern auch fürs Umfeld.
Forciert wird jetzt zwar die zweigleisige Planung und Sportchef Michael Tarnat (56) ist von seinem Credo abgerückt, Vertragsgespräche so lange auf Eis zu legen, wie der Klassenerhalt möglich ist, und dennoch bleiben Fragezeichen.
Bleibt Aue-Sportchef Tarnat auch bei einem Abstieg beim FCE?
Fakt ist, dass der Erzgebirgskreis mit der Stundung der Stadionpacht (250.000 Euro bei Ligaverbleib/100.000 bei Abstieg) finanzielle Beinfreiheit verschafft hat. Geklärt ist auch, dass Tarnat federführend die zweigleisige Kaderplanung für 2026/27 vornimmt und mit Steffen Ziffert (61) einen neuen Chefscout erhält.
Offen ist, ob und wann Tarnats Vertrag bei Abstieg verlängert wird, wie es der Vorstand gerne möchte. So sagte Sportvorstand Jens Haustein am Mittwochabend zu TAG24: "Wir werden uns zu gegebener Zeit zusammensetzen."
Ebenfalls unklar ist, wie es mit Christoph Dabrowski weitergeht. Auf TAG24-Nachfrage hieß es dazu von Pressesprecher Lars Töffling: "Dazu kann und will er sich vor der Englischen Woche nicht äußern. Nach den drei Spielen in acht Tagen wissen wir vermutlich mehr."
Selbst wenn er sich den Verbleib bei Abstieg vorstellen könnte und auch die Chefetage es befürwortet, ist es bei weiterhin ausbleibenden Ergebnissen schwer vermittelbar. So ist das Geschäft ...
Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

