Rostock - Große Sorgenfalten bei Daniel Brinkmann (40)! Nach dem Doppeltest vom Wochenende bangt Hansas Trainer kurz vor dem Ligastart um den nächsten Stürmer-Star.
Beim Härtetest gegen Gladbach verletzt sich Neuzugang Leon Dajaku (25) bei einer eigentlich gewöhnlichen Bewegung ohne gegnerische Einwirkung. Das Ex-Bayern-Talent sinkt mit Schmerzen im Hüftbeuger zu Boden, schleicht anschließend mit Eisbeutel vorzeitig vom Platz.
Bitter für den Neuzugang, der Hansas Offensive Unberechenbarkeit und Torgefahr bringen sollte. Eine Woche vor dem Auftakt gegen die U23 der TSG Hoffenheim (Sonntag, 13.30 Uhr) wackelt der Hoffnungsträger.
Trainer Brinkmann am Sonntag: "Dazu kann ich heute nichts sagen. Ich gehe davon aber aus, dass er nicht lange fehlen wird."
Sein Ausfall wäre umso bitterer, weil in Emil Holten (29) auch die eigentliche Torgarantie seit Wochen fehlt. Den Mittelstürmer plagen Rückenprobleme, zuletzt wirkte er Mitte Juli 30 Minuten gegen Greifswald mit.
"Emil hat seit längerer Zeit ein, zwei Baustellen, arbeitet aber schon wieder ganz gut mit dem Ball im läuferischen Bereich. Trotzdem möchte ich jetzt keine Prognose da abgeben und hoffe aber, dass er zeitnah wieder dazustößt", zeigte sich Brinkmann besorgt.
Leon Dajaku und Emil Holten wackeln, Peter Kiedl trifft erstmals
Auch aufgrund seines Ausfalls verpflichtete Hansa in der Vorwoche Peter Kiedl (22) nach, der zum ersten Mal am Samstag gegen Gladbach ran durfte. Am Folgetag gegen Neustrelitz fiel er allerdings eher im Chancen-Vergeben als im Tore-Erzielen auf. In der Schlussminute gelang dem Sturm-Hünen (1,93 Meter) dann doch ein Treffer.
"Er hätte durchaus ein Tor mehr schießen können heute, was man aber sagen muss: Er ist sehr präsent im Pressing, hat ein großes Laufvolumen, deshalb kommt er zu diesen Chancen", urteilte sein Trainer.
Am Vortag gegen Gladbach durfte Bernie Lennemann (23) in der Sturmspitze ran, blieb aber gegen den Bundesligisten blass.
Während es im Sturm viele Fragezeichen gibt, ist im Tor eine Entscheidung gefallen: Luca Unbehaun (25) hat gegenüber Yannic Stein (21) die Nase vorne. Brinkmann: "Es war ein enges Rennen."