Selbstbewusst vor dem Restart: Hansa-Trainer sieht Kogge als Aufstiegs-Favoriten
Rostock - Hansa Rostock geht als einer der großen Favoriten in die Rückrunde der 3. Liga. Vor dem Auftakt gegen Erzgebirge Aue (Samstag, 14 Uhr) will Daniel Brinkmann (39) die Rolle gar nicht erst wegdiskutieren.
"Das ist halt so, das nehmen wir so zur Kenntnis", so der Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Ostduell ganz cool.
"Die Jungs sind selbstbewusst genug, um auch mit solchen Aussagen umgehen zu können", führt Brinkmann aus.
In diversen Umfragen und Fanforen wird Rostock am Ende der Saison auf einem der ersten drei Plätze gehandelt.
Dennoch ist die Haltung nicht selbstverständlich. Pele Wollitz (60), Trainer von Energie Cottbus, bezeichnet sein Team als "Außenseiter" im Aufstiegskampf. Trotz Platz eins!
Brinkmann reflektiert: "Wir wissen alle, dass wir hier bei einem großen Verein in der 3. Liga arbeiten, der sich kurzfristig und auch spätestens mittelfristig woanders sieht. [...] Dann dürfen wir auch nicht ängstlich sein, wenn uns Leute zum Favoriten machen."
Hansa Rostock hat keine Angst vor der Konkurrenz und ist mit Kader zufrieden
Woher Rostocks Überzeugung rührt? Vor der Winterpause überrollte Hansa mit seiner Wucht im Kader und den Rängen die Liga, war das wohl konstanteste Team.
Auch im Heimspiel vor nahezu ausverkauftem Haus gegen Aue sind die Rollen klar verteilt: Aufstiegsanwärter trifft auf Abstiegskandidat.
Hansa könnte mit einem Dreier auf einen der ersten drei Plätze rutschen, wenn denn die Konkurrenz patzt.
Doch vor allem Duisburg, Essen und Osnabrück haben sich im Gegensatz zur Kogge im Winter namhaft verstärkt. Brinkmann ordnet ein: Das sind "gute Transfers, aber wie gut die Transfers wirklich sind, wird sich im Laufe der Rückrunde zeigen".
Hansa sei dagegen im Wesentlichen zufrieden mit seinem Aufgebot, wolle eher noch Spieler abgeben. An der Favoritenrolle und der großen Erwartungshaltung kommt Rostock auch ohne Neuverpflichtungen nicht vorbei.
Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

