Heißer Transferpoker: Ostklubs kämpfen um tragischen Relegationshelden

Essen/Magdeburg/Cottbus - Seit Dienstagabend ist das Rennen um Torben Müsel (26) endgültig eröffnet: Der tragische Relegationssheld von Rot-Weiss Essen steht auf der Wunschliste des 1. FC Magdeburg und Energie Cottbus weit oben.

Abheben zum Jubeln: Torben Müsel (26, 2.v.l.) ließ Essen von der 2. Liga träumen.  © Federico Gambarini/dpa

Dies erfuhr TAG24 aus Branchenkreisen und noch mehr: Zwischen den beiden Ostklubs, die kommende Saison in der 2. Bundesliga Kontrahenten sind, soll ein echter Transferkampf toben.

Magdeburg und Cottbus - Gegner auf dem Platz und Konkurrenten auf dem Transfermarkt!

Die Bördestädter sollen nach TAG24-Informationen die besseren Karten besitzen, gelten nach vier Jahren Unterhaus als deutlicher etablierter als die Lausitzer.

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Die Wollitz-Elf stieg sensationell aus der 3. Liga auf und geht als absoluter Außenseiter in die Saison und ins Wettbieten, in dem auch Arminia Bielefeld und Eintracht Braunschweig mitmischen sollen.

Müsels Stärken: Schusstechnik, Kopfball und Ausdauer. Im zentralen Mittelfeld der Essener war er als Anker und Motor gesetzt, lieferte 14 Torbeteiligungen. Für den Aufstieg reichte das dennoch knapp nicht. Jetzt läuft sein Vertrag aus, Müsel soll Richtung 2. Bundesliga tendieren.

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Im Relegationshinspiel schoss Müsel (Nr. 26, in Aktion) das goldene Tor zum Sieg, im Rückspiel avancierte er zum tragischen Helden.  © Federico Gambarini/dpa

Torben Müsel dürfte nach verpasstem Aufstieg Rot-Weiss Essen Richtung 2. Liga verlassen

Nach dem verpassten Essener Aufstieg liegt Müsel völlig fertig am Boden.  © Daniel Karmann/dpa

Die Cottbuser haben im Poker vielleicht einen winzigen Trumpf: Der Vielumworbene konnte Mitte April am lebendigen Leib erfahren, welche Wucht die Lausitz entfachen kann. Nach 3:1-Führung und Müsel-Treffer geriet RWE noch auf die Verliererstraße, zog mit 5:3 den Kürzeren und verspielte ab da die komfortable Ausgangssituation im Aufstiegsrennen.

Das Ende vom Lied: RWE musste in der Relegation gegen Fürth die Segel streichen und Müsel sollte im Rückspiel zum tragischen Helden avancieren.

In der 81. Minute sprang der Ball vom Pfosten aus dem Tor, Müsel setzte auf fünf Meter zum Kopfball an, Fürth-Keeper Silas Prüfrock (21) schien geschlagen. Doch Müsel köpfte zu zentral und Prüfstock vereitelte mit einem Riesen-Reflex den Treffer, der die Verlängerung bedeutet hätte.

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So bitter der verpasste Aufstieg der Essener ist: Für Müsel könnte es ein Happy End in der 2. Liga bei einem Ostklub geben.

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