Nach Schalke-Dämpfer im Aufstiegskampf geht der Trainer auf seinen Torhüter los

Fürth - Nachdem die Profis des FC Schalke 04 am vergangenen Spieltag in der Veltins Arena noch im Block in der Nordkurve den 5:3-Erfolg gegen den 1. FC Magdeburg gemeinsam mit den Fans bejubelten, gab es am Samstagabend mit dem 1:1 beim Tabellenletzten der 2. Bundesliga, der SpVgg Greuther Fürth, einen Dämpfer im Aufstiegsrennen. Im Anschluss knöpfte sich Trainer Miron Muslic (43) seinen eigenen Torhüter Kevin Müller (34) ungewohnt heftig vor.

Schalke-Trainer Miron Muslic (43) war nach dem 1:1-Unentschieden in Fürth gar nicht gut auf seinen Torhüter zu sprechen.
Schalke-Trainer Miron Muslic (43) war nach dem 1:1-Unentschieden in Fürth gar nicht gut auf seinen Torhüter zu sprechen.  © Daniel Karmann/dpa

"Beim Abstoß machen wir Dinge, die wir nicht vorbereitet haben. Kevin Müller ist jetzt da und das ist sein zweites Spiel. Er kennt die Abläufe noch nicht komplett. Wenn wir in unseren Abläufen sind, sind wir stark. Wenn Spieler anfangen, Dinge zu machen, haben wir ein Problem", wurde der Coach beim Interview mit RTL deutlich.

Keine leichte Zeit für den Keeper, für den nach zehn Jahren in Heidenheim im Sommer 2025 der Zoff an der Brenz begann, wobei er selbst daran eine Aktie haben soll, dass er sich am Ende auf dem Abstellgleis befand. So wurde er im Winter 2026 als Back-up für Stamm-Torhüter Loris Karius (32) nach Gelsenkirchen verliehen.

Aufgrund von Rückenbeschwerden bei Karius rückte Müller schon gegen Magdeburg zwischen die Pfosten. In Fürth spielte er dann im Aufbau einen riskanten Pass auf Innenverteidiger Nikola Katic (29), der dadurch unter Druck geriet und den Ball wegschlug, Fürth das Leder allerdings abfing und in der 12. Minute den Gegenangriff einleitete, der zur 1:0-Führung für die Gastgeber am Ronhof führte.

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Danach fuchtelte der Schalke-Trainer schon wie wild in seiner Coaching-Zone herum, lief zur Bank und echauffierte sich maßlos über die Szene. Die Einordnung lieferte er dann nach der Partie.

FC Schalke 04: Miron Muslic regt sich über den Abstoß von Kevin Müller auf

Kevin Müller (34) musste sich über RTL einiges von seinem Trainer anhören.
Kevin Müller (34) musste sich über RTL einiges von seinem Trainer anhören.  © IMAGO / Zink

"Ich habe mich sehr aufgeregt, weil das nicht geplant war und wir vor dem Spiel klar besprochen haben, wie wir den Abstoß gestalten. Dann erwarte ich mir von einem 34-Jährigen, mit seiner Erfahrung, dass er das besser löst", war Miron Muslic vorerst nicht zu beruhigen.

Auf der Pressekonferenz bekräftigte er noch einmal, warum diese eine einzige Situation in seinen Augen derartige Konsequenzen hatte. "Schalke ist immer super stark, wenn wir in der Struktur bleiben, und unseren Plan halten. Sobald wir unsere Struktur und den Plan verlieren, sind wir nicht mehr so stark, und das hat mich sehr, sehr geärgert", so der Coach.

Die Königsblauen arbeiten gerade den Tabellenkeller ab, feierten zwar den Sieg gegen Magdeburg, gegen Dynamo Dresden und Fürth gab es jedoch nur einen Zähler, als Nächstes kommt am nächsten Freitagabend in die Veltins-Arena.

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Bis dahin hofft Muslic zum Leidwesen von Kevin Müller, dass Stammtorhüter Loris Karius seine Rückenbeschwerden auskuriert hat.

Titelfoto: Bildmontage: Daniel Karmann/dpa, IMAGO / Zink

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