FC St. Pauli zu Gast bei Holstein Kiel: Alle Infos zum Zweitliga-Topspiel

Hamburg/Kiel - Topspiel an der Förde! Tabellenführer FC St. Pauli tritt am Freitagabend (18.30 Uhr) bei Verfolger Holstein Kiel an. Die Zeichen auf ein spannendes Spiel und einen weiteren Dreier der Kiezkicker stehen gut. TAG24 hat alle wichtigen Infos für Euch.

Das Hinspiel am Hamburger Millerntor entschied der FC St. Pauli um Stratege und Torschütze Eric Smith (26, M.) gegen Holstein Kiel klar für sich.
Das Hinspiel am Hamburger Millerntor entschied der FC St. Pauli um Stratege und Torschütze Eric Smith (26, M.) gegen Holstein Kiel klar für sich.  © Axel Heimken/dpa

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Holstein Kiel: Weiner - T. Becker, Erras, Kleine-Bekel, Komenda - Porath, Remberg, Holtby, Rothe - Skrzybski, Machino

Es fehlen: Arp (Aufbau nach Sehnenanriss im Adduktorenbereich), H. Fridjonsson (Achillessehnenbeschwerden), Johansson (Aufbau nach Patellasehnenbeschwerden), Pichler (Aufbau nach Leistenproblemen)

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FC St. Pauli St.-Pauli-Kapitän Irvine gibt nach KSC-Pleite Versprechen ab: "Wir stehen wieder auf"

FC St. Pauli: Vasilj - Wahl, Smith, Mets - Saliakas, Irvine, Hartel, Treu - Metcalfe, J. Eggestein, Afolayan

Es fehlen: Amenyido (muskuläre Probleme), Banks (Aufbautraining), Saad (Gelb-Rot-Sperre)

Die Bilanz und das Hinspiel

Bislang trafen die Kiezkicker und die Störche in 86 Duellen aufeinander. Dabei feierte St. Pauli 37 Siege, 26-mal behielt Kiel die Oberhand. In der zweiten Liga spricht die Bilanz noch knapp für den Tabellenführer. Die Boys in brown gewannen sechs der 13 Vergleiche und verloren "nur" deren fünf. Seit mittlerweile drei Nord-Derbys sind die Kiezkicker gegen Kiel ungeschlagen (zwei Siege und ein Unentschieden).

Einer dieser sechs FCSP-Erfolge war der 5:1-Hinspielsieg. Die Hürzeler-Elf ging durch einen frühen Doppelschlag von Connor Metcalfe (4. Minute), dessen Treffer später zum "Tor des Monats" gewählt wurde, und Eric Smith (7.) schnell in Führung. Oladapo Afolayan erhöhte noch vor der Pause auf 3:0 (38.).

Nach dem Seitenwechsel keimte bei den Kielern nach der Bude von Lewis Holtby (50.) kurzzeitig Hoffnung auf, doch spätestens mit dem Premieren-Tor von Lars Ritzka (69.) war die Messe gelesen. In der Nachspielzeit sorgte Marcel Hartel schließlich für den 5:1-Endstand.

Holstein Kiel benötigt Anlauf, FC St. Pauli direkt drin in der Rückrunde

Kiel-Coach Marcel Rapp (44, l.) und FCSP-Trainer Fabian Hürzeler (30) freuen sich auf ein großes Spiel am Freitagabend.
Kiel-Coach Marcel Rapp (44, l.) und FCSP-Trainer Fabian Hürzeler (30) freuen sich auf ein großes Spiel am Freitagabend.  © Fotomontage: Fabian Strauch/dpa, Christian Charisius/dpa

Die Form

Mit der Herbstmeisterschaft im Rücken kam Kiel nur schwer aus der Winterpause. Aus den ersten drei Partien holten die Störche nur einen Zähler, beim 1:1-Unentschieden in Magdeburg. Anschließend gewann Holstein allerdings die beiden folgenden Partien gegen Schalke 04 (1:0) und beim SC Paderborn (4:0).

St. Pauli gewann seine ersten drei Rückrundenspiele, darunter auch die Top-Duelle gegen Fortuna Düsseldorf (2:1) und Greuther Fürth (3:2). Anschließend setzte es in Magdeburg die erste Saisonniederlage (0:1), die aber mit einem 1:0-Arbeitssieg über Eintracht Braunschweig wieder wettgemacht werden konnte.

FC St. Pauli: Nach Cheftrainer Hürzeler bleibt auch sein Co
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Das sagen die Trainer

KSC-Coach Marcel Rapp (44) über die Kiezkicker: "Standards gut, sehr gute individuelle Qualität, aber auch das Defensivspiel ist sehr kompakt. Sie haben sehr enge Abstände, haben sehr gute defensive Abläufe."

FCSP-Trainer Fabian Hürzeler (30) über die Störche: "Kiel spielt sehr intensiv Fußball, sie haben zudem einen guten Mix aus Struktur sowie einer gewissen Freiheit und Wildheit in ihrem Spiel. Sie wissen, in welchen Räumen sie sich zu positionieren haben."

Kiels Linksverteidiger Tom Rothe kickte drei Jahre in der St.-Pauli-Jugend

Kiel-Linksverteidiger Tom Rothe (19) kickte drei Jahre lang in der Jugend des FC St. Pauli.
Kiel-Linksverteidiger Tom Rothe (19) kickte drei Jahre lang in der Jugend des FC St. Pauli.  © Axel Heimken/dpa

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2021 verließ Tom Rothe (19) den Nachwuchs des FC St. Pauli und heuerte bei Borussia Dortmund an. Von dort aus führte ihn sein Weg in diesem Sommer per Leihe an die Förde.

In Kiel hat sich der 19-Jährige schnell zu einer festen Größe und einem der besten Linksverteidiger in der zweiten Liga entwickelt. Bislang kam Rothe in 21 Liga-Partien zum Einsatz, in denen er zwei Treffer selbst erzielte und sechs weitere vorlegte.

Ob er im Sommer zurück zum BVB kehrt, ist noch unklar. Mit seinen Leistungen hat er zumindest schon einmal auf sich aufmerksam gemacht.

Der TAG24-Tipp

Die Zuschauer bekommen genau das zu sehen, was vom Spitzenspiel Zweiter gegen Erster erwartet wird.

Kiel und St. Pauli liefern sich ein Duell auf Top-Niveau, das am Ende 2:2-Unentschieden ausgehen wird.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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