FCSP-Trainer Hürzeler nach Sieg über Bielefeld unzufrieden: "Schauen wir uns nochmal an"

Hamburg - Zurück in der Erfolgsspur! Nach zwei Niederlagen in Serie hat der FC St. Pauli am Samstag mit dem 2:1-Sieg über Arminia Bielefeld endlich wieder einen Dreier eingefahren und darf neue Hoffnung im Aufstiegskampf schöpfen.

St.-Pauli-Trainer Fabian Hürzeler (30) war mit der Leistung seiner Mannschaft in der letzten Viertelstunde unzufrieden.
St.-Pauli-Trainer Fabian Hürzeler (30) war mit der Leistung seiner Mannschaft in der letzten Viertelstunde unzufrieden.  © Axel Heimken/dpa

Gegen die abstiegsbedrohten Ostwestfalen übernahm die Kiezkicker von Beginn an das Kommando und erspielten sich in der ersten Halbzeit zahlreiche Chancen - nur das Tor wollte nicht fallen.

"Wir haben sehr gut angefangen", urteilte Trainer Fabian Hürzeler (30). "Wir hatten eine super Positionierung mit dem Ball und waren im Gegenpressing sehr gut." Dazu kam eine hohe Aggressivität, die man eigentlich von der Arminia hätte erwarten können.

Da Bielefeld-Trainer Uwe Koschinat (51) nach der Pause umstellte, eröffneten sich neue Räume für die Hausherren, die nach 53 Minuten prompt genutzt worden.

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Einen langen Ball von Leart Paqarada (28, zehnte Vorlage) holte Marcel Hartel (27) gekonnt aus der Luft und traf zum verdienten 1:0. "Der Ball ist mir gut gelungen", erklärte Vorlagengeber Paqarada. "Wir machen das Tor und legen den zweiten Treffer nach."

Damit sprach der Linksverteidiger die vermeintlich vorentscheidende Bude (69.) von Lukas Daschner (25) an. Nach einer Ecke bekam Bielefeld das Leder nicht geklärt, aus dem Gewühl heraus, traf der Stürmer zu seinem neunten Saisontor.

FC St. Pauli wird nach Gegentreffer zu passiv und hat Glück

Die Freude über den Sieg war bei den Kiezkickern groß.
Die Freude über den Sieg war bei den Kiezkickern groß.  © Axel Heimken/dpa

Doch die Freude währte nur kurz. Wie aus dem Nichts trafen die Ostwestfalen zum 2:1 (73.) - die Partie wurde noch einmal spannend. "Was dann passiert, sieht man im Fußball sehr häufig", erkannte Hürzeler an. "Wir wurden zu passiv und zu mutlos."

Die Arminia kam fortan zu mehreren Chancen, die entweder FCSP-Keeper Nikola Vasilj (27) entschärfte oder die Abschlüsse landen überhastet meterweit neben dem Gehäuse.

"Es ist dann klar, dass eine Mannschaft wie Bielefeld, die durchaus ihre Qualitäten hat, die gegen den Abstieg spielt und jeden Punkt braucht, noch mal alles reinwirft", wusste Paqarada, der seine Teamkollegen aber lobte: "Wir haben aber gut dagegengehalten." Und so stand am Ende ein 2:1 auf der Anzeigetafel, dass die Kiezkicker durch die gleichzeitige Niederlage des HSV in Magdeburg (2:3) wieder näher an den Relegationsrang brachte.

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Nach den zwei Niederlagen sei es ein Schritt in die richtige Richtung gewesen, so Hürzeler, der dann auch deutlich wurde. "Mit den ersten 75 Minuten war ich sehr zufrieden, danach nicht mehr. Das schauen wir uns definitiv noch mal an."

Und für die Spieler war es vor allem nach der Derby-Pleite enorm wichtig, auch wieder einen Erfolg einzufahren. "Bei mir persönlich saß die Derby-Niederlage die Tage danach auch noch sehr tief", gab Paqarada zu. Der Sieg über Bielefeld dürfte die Stimmung wieder aufgeheitert haben.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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