Jackson Irvine schlägt bei St. Pauli Alarm - "Hat mich an die Zeit im Oktober erinnert"

Hamburg - Dieses Spiel war ein klarer Rückschritt! Der FC St. Pauli hat mit der verdienten 0:2-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach einen herben Rückschlag im Abstiegskampf erlitten. Kapitän Jackson Irvine (33) schlug im Anschluss Alarm.

St. Paulis Kapitän Jackson Irvine (33) redete nach der Niederlage Klartext.
St. Paulis Kapitän Jackson Irvine (33) redete nach der Niederlage Klartext.  © Marius Becker/dpa

Die schwierige Saisonphase hatten die Kiezkicker eigentlich schon hinter sich, als sie zwischen Mitte September und Ende November neun Spiele in Folge verloren hatten. Der Auftritt am Freitagabend erinnerte allerdings genau an diese Zeit.

"Wir sahen überhaupt nicht wie wir aus, von Anfang an", merkte Irvine an. "Es ist ein sehr enttäuschender Tag." Statt mit einem Sieg an Gladbach vorbeizuziehen, ist die Borussia jetzt vier Zähler weg.

Den Auftritt bewertete der Australier zunächst noch als solide und nicht wesentlich schlechter als in den Wochen zuvor. "In den vergangenen Spielen haben wir nicht perfekt verteidigt, in den entscheidenden Momenten wurden wir aber nicht bestraft", sagte der 33-Jährige.

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Doch je länger das Spiel dauerte, desto schlechter wurde der Auftritt der Kiezkicker. "Wir laufen dann dem Ergebnis hinterher, öffnen Räume und hätten am Ende auch wieder drei, vier Gegentore bekommen können. Das ist frustrierend, weil es mich an den Oktober erinnert."

FC St. Pauli: Jackson Irvine fehlt gegen Gladbach der letzte Biss

Irvine tat sich, wie seine Teamkollegen auch, gegen Gladbach extrem schwer.
Irvine tat sich, wie seine Teamkollegen auch, gegen Gladbach extrem schwer.  © Marius Becker/dpa

Damals hatte St. Pauli am Millerntor eine desaströse Leistung abgeliefert und das Hinspiel gegen Gladbach mit 0:4 verloren. Es war die mit Abstand schlechteste Leistung der gesamten Saison gewesen.

"Ich dachte, dass wir aus dieser Phase herausgewachsen wären. Es aber wieder so aus, als hätten wir am Ende wieder vier oder fünf Tore kassieren können", kritisierte er.

Irvine nannte auch direkt mögliche Gründe: "Ein Mangel an Konzentration, ein Mangel an Überzeugung. Wir haben heute keinen Biss gehabt. Das macht mich am wütendsten: Wir sahen wieder wie dieses softe Team aus, das wir vor Monaten waren."

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Der Kapitän machte deutlich, dass am kommenden Spieltag gegen Freiburg eine andere Einstellung von Nöten sei, wenn man punkten wolle. "Das war wirklich richtig schwach und wir müssen nächste Woche sehr viel besser sein. Wenn du gegen ein Team wie Freiburg nicht stark in den Zweikämpfen und präsent auf dem Platz bist, dann wird es ein harter Tag", mahnte er.

Schließlich wusste auch Irvine, dass mit jeder Partie weniger und jeder weiteren Niederlage das Ziel Klassenerhalt in weite Ferne rückt.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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