St. Pauli empfängt den HSV: Drei Meinungen zum Hamburger Stadtderby

Hamburg - Das 113. Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem HSV steht an (Freitag, 20.30 Uhr/Sky). Doch wer kann die brisante Partie für sich entscheiden und sich dieses Mal Stadtmeister nennen? Das sagt die Hamburger Sportredaktion von TAG24.

Drei Einschätzungen zum Stadtderby: Bastian (l.), Alice (M.) und Robert (r.) tippen jeweils auf ein anderes Ergebnis.
Drei Einschätzungen zum Stadtderby: Bastian (l.), Alice (M.) und Robert (r.) tippen jeweils auf ein anderes Ergebnis.  © TAG24

Robert: St. Pauli weiß, was die Stunde geschlagen hat

Das Hinspiel im vergangenen August entschied ein dominantes St. Pauli im Volksparkstadion mit 2:0 für sich.
Das Hinspiel im vergangenen August entschied ein dominantes St. Pauli im Volksparkstadion mit 2:0 für sich.  © WITTERS

Ein Derby ist ein Derby! Die Tabellensituation spielt am Freitagabend keine Rolle, auch nicht, dass die Kiezkicker mit zwei unglücklichen Last-Minute-Pleiten ins Jahr 2026 gestartet sind.

Beim Derby werden die Karten neu gemischt - und nach dem blamablen Hinspiel hat der HSV einiges wiedergutzumachen.

St. Pauli hingegen, losgelöst von der Tabelle, kann eigentlich nur gewinnen. Vor allem, wenn man sich auf die Tugenden, die den Verein ausmachen, besinnt. Und genau das wird der Mannschaft auch gelingen.

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Die Fans können sich auf ein abwechslungsreiches, aber auch hitziges Duell freuen, bei dem es mindestens einen Platzverweis geben wird.

Am Ende muss der ungeliebte Nachbar aus Stellingen weiterhin auf den ersten Sieg am Millerntor seit fast sieben Jahren warten. St. Pauli gelingt mit einem 2:0 ein wichtiger Befreiungsschlag im Abstiegskampf, der für die kommenden Wochen Kräfte freisetzen wird. Hamburg ist und bleibt nach dem Derby braun-weiß!

Alice: St. Pauli zeigt starke erste Hälfte und gibt Sieg Last-Minute aus der Hand

Wer wird sich im 113. Stadtderby zwischen St. Pauli und dem HSV durchsetzen?
Wer wird sich im 113. Stadtderby zwischen St. Pauli und dem HSV durchsetzen?  © WITTERS

Der HSV ist inzwischen in fünf Spielen unbesiegt - allerdings nur zu Hause. Wirft man einen Blick auf die Auswärtstabelle, bilden die Rothosen statt St. Pauli das Schlusslicht. Ob der Auswärtsfluch beim HSV wieder zuschlagen wird?

Auf der anderen Seite scheint St. Pauli aktuell nicht auf der Prioritätenliste des Fußballgottes zu stehen, wie auch Coach Blessin bereits anmerkte. Einen klaren Favoriten gibt es aus meiner Sicht nicht.

St. Pauli jedenfalls wird alles auf ein bebendes Millerntor setzen und aus dem Gedanken an das vergangene Derby - in dem die Kiezkicker klar dominierten (2:0-Sieg) - Power ziehen. Der HSV wird im wahrsten Sinne des Wortes wie ausgewechselt den Kiez-Rasen betreten und viel Hoffnung in die personellen Neuzugänge dieser Saison stecken.

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Aus Sicht von St. Pauli muss letztlich wieder einmal ein bitteres Last-Minute-Remis (2:2) verdaut werden. Nach einer guten ersten Halbzeit verspielen die Kiezkicker ihren Vorsprung in letzter Sekunde und kassieren in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer des Stadt-Rivalen.

Bastian: Der HSV hat etwas gutzumachen und viel weniger Druck

Ob der HSV Grund zum Jubeln haben wird, wird sich mit Abpfiff der Partie gegen den Stadtrivalen zeigen.
Ob der HSV Grund zum Jubeln haben wird, wird sich mit Abpfiff der Partie gegen den Stadtrivalen zeigen.  © WITTERS

Ja, der HSV ist die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga. Und ja, St. Pauli war im Hinspiel deutlich besser und der hochverdiente Sieger. Trotzdem werden die Rothosen am Freitag gewinnen und sich zum Stadtmeister krönen.

Fakt ist: Die Mannschaft von Coach Merlin Polzin (35) ist nicht mehr dieselbe wie Ende August beim Duell im Volkspark. Mit Spielern wie Luka Vuskovic (18), Albert Sambi Lokonga (26) und Fábio Vieira (25) haben sie ordentlich Qualität dazubekommen.

Auf der anderen Seite sind die Kiezkicker personell nahezu unverändert im Vergleich zum Hinspiel, der psychologische Aspekt darf aber nicht außer Acht gelassen werden: Die St. Paulianer gehen als Tabellenletzter ins Derby und haben richtig Druck, gerade im eigenen Stadion.

Eine Niederlage würde die Situation für den FCSP weiter verschärfen, auch und vor allem auf mentaler Ebene. Deshalb kann der HSV etwas befreiter aufspielen und das Derby knapp mit 2:1 für sich entscheiden.

Titelfoto: TAG24

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