St.-Pauli-Profi Marcel Hartel: "HSV hätte sich nicht beschweren dürfen"

Hamburg - So enttäuscht die Spieler und Verantwortlichen des FC St. Pauli nach dem 2:2 im Stadtderby gegen den HSV auch waren, so glücklich waren sie zumindest mit den ersten 45 Minuten.

Das Bild täuscht: Marcel Hartel (27, r.) lag mit dem FC St. Pauli im Stadtderby gegen den HSV nicht am Boden, sondern war gerade in der ersten Hälfte oben auf.
Das Bild täuscht: Marcel Hartel (27, r.) lag mit dem FC St. Pauli im Stadtderby gegen den HSV nicht am Boden, sondern war gerade in der ersten Hälfte oben auf.  © Marcus Brandt/dpa

Insbesondere im ersten Abschnitt wurden die Kiezkicker im ausverkauften Millerntor-Stadion ihrer leichten Favoritenrolle gerecht und bestimmten das Spiel - das sah auch Mittelfeldspieler Marcel Hartel (27) so.

"Gerade in der ersten Halbzeit haben wir ein super Spiel gemacht, gehen verdient mit 2:0 in Führung und hatten das Spiel komplett in der Hand", resümierte der Topscorer der Braun-Weißen.

Von den Rothosen kam indes so gut wie gar nichts: "Der HSV hatte vor der Pause keine richtige Torchance, während wir weitere Chancen für das dritte Tor hatten", brachte es der 27-Jährige auf den Punkt.

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Nur nutzten die Hausherren ihre Möglichkeiten nicht und verpassten es so, "das Spiel zu killen", wie Coach Fabian Hürzeler (30) es ausdrückte. Und genau das sollte sich im zweiten Durchgang rächen.

"Nach der Pause hatten wir das Spiel eigentlich auch im Griff. Mit der Qualität, die der HSV hat, reichen ihnen aber einfach auch zwei gute Aktionen im Strafraum, um auszugleichen. Die Szenen müssen wir analysieren, daraus lernen und es nächstes Mal besser machen", verdeutlichte Hartel.

St.-Pauli-Profi Marcel Hartel lobt das Selbstvertrauen der Kiezkicker

Zwar überwog am Ende die Enttäuschung über die liegen gelassenen Punkte, der Leistungsträger fand aber auch lobende Worte.

"Hätten wir gewonnen, hätte sich der HSV auch nicht beschweren dürfen. Das zeigt auch, wie viel Selbstvertrauen wir haben, wenn der HSV hier ans Millerntor kommt und wir die dominierende Mannschaft sind", unterstrich "Cello".

Letztlich hätten jedoch drei Minuten - die beiden Gegentore fielen innerhalb von 166 Sekunden - dafür gesorgt, dass die Kiezkicker am Ende nicht über den Dreier jubeln konnten.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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