Hamburg - Spannender hätten sich die Drehbuchschreiber der Bundesliga das Saisonfinale nicht ausdenken können: Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) treffen der FC St. Pauli und der VfL Wolfsburg im direkten Duell um den Relegationsplatz aufeinander.
Nach der eigenen 1:2-Niederlage bei RB Leipzig hatten die Kiezkicker mit Argusaugen in die Autostadt geblickt, wo die Wölfe es mit dem FC Bayern München zu tun bekamen. Der VfL zeigte keine schlechte Leistung, musste sich letztlich aber mit 0:1 geschlagen geben.
Somit ist klar: Der FCSP muss das direkte Duell in jedem Fall gewinnen, ansonsten sind die Braun-Weißen direkt abgestiegen. Ein Remis reicht nicht, weil die Niedersachsen zwar punktgleich sind, aber das um drei Treffer bessere Torverhältnis haben.
"Wir müssen den Kopf oben behalten und weiterhin den Glauben haben. Die heutige Leistung gibt mir das Gefühl, dass wir das Spiel gegen Wolfsburg gewinnen können", erklärte Kapitän Jackson Irvine (33) nach der knappen Pleite in Leipzig.
Chefcoach Alexander Blessin (52) schlug in dieselbe Kerbe und betonte: "Wir blicken positiv auf das Finale gegen Wolfsburg. Da müssen wir wieder so eine Leistung abrufen, um unser Ziel zu erreichen."
Heidenheim könnte St. Pauli selbst bei einem Heimsieg in die 2. Liga schicken
Klar ist allerdings auch: Selbst der unabdingbare Heimsieg gegen Wolfsburg könnte nicht reichen. Wenn der 1. FC Heidenheim seine beiden verbliebenen Spiele - gegen den 1. FC Köln (heute/17.30 Uhr) und gegen den 1. FSV Mainz 05 (Samstag/15.30 Uhr) - gewinnt, könnte auch der FCH noch in die Relegation einziehen.
Bei dann herrschender Punktgleichheit müsste das Torverhältnis entscheiden. Derzeit hat St. Pauli zwei Tore Vorsprung, was die Heidenheimer in zwei Partien aber durchaus wettmachen könnten - auch wenn der FCSP sein Saisonfinale gewinnt.
Bitter für die Kiezkicker: Selbst bei gleichem Torverhältnis hätte der FCH die Nase vorn, weil dann die geschossenen Tore den Ausschlag geben würden - und in dieser Kategorie steht die Schmidt-Elf mit derzeit zehn Treffern mehr deutlich besser da.
Rechenspiele hin oder her, der Auftrag für die Hamburger ist denkbar einfach: drei Punkte gegen Wolfsburg zu holen. Gelingt das nicht, muss der Taschenrechner gar nicht erst rausgeholt werden.
Tabelle 1. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Bayern München | 33 | 117:35 | 86 | |
| 2 |
|
Borussia Dortmund | 33 | 68:34 | 70 | |
| 3 |
|
RB Leipzig | 33 | 65:43 | 65 | |
| 4 |
|
VfB Stuttgart | 33 | 69:47 | 61 | |
| 5 |
|
TSG 1899 Hoffenheim | 33 | 65:48 | 61 | |
| 6 |
|
Bayer 04 Leverkusen | 33 | 67:46 | 58 | |
| 7 |
|
SC Freiburg | 32 | 45:53 | 44 | |
| 8 |
|
Eintracht Frankfurt | 33 | 59:63 | 43 | |
| 9 |
|
FC Augsburg | 33 | 45:57 | 43 | |
| 10 |
|
1. FSV Mainz 05 | 32 | 41:50 | 37 | |
| 11 |
|
Borussia Mönchengladbach | 33 | 38:53 | 35 | |
| 12 |
|
Hamburger SV | 32 | 36:51 | 34 | |
| 13 |
|
1. FC Union Berlin | 32 | 37:57 | 33 | |
| 14 |
|
1. FC Köln | 32 | 47:55 | 32 | |
| 15 |
|
SV Werder Bremen | 33 | 37:58 | 32 | |
| 16 |
|
VfL Wolfsburg | 33 | 42:68 | 26 | |
| 17 |
|
FC St. Pauli | 33 | 28:57 | 26 | |
| 18 |
|
1. FC Heidenheim | 32 | 38:69 | 23 | |
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.