Nach Brutalo-Foul an Somnitz: FSV-Coach Schmitt fordert Zehn-Spiele-Sperre

Zwickau - Die schwere Verletzung von Max Somnitz (22) nach dem Brutalo-Foul im Viertelfinale des Sachsenpokals beim 2:1 in Auerbach hat den FSV Zwickau extrem hart getroffen. Der Verursacher, VfB-Verteidiger Pascal Schardt (22), kam mit Gelb-Rot ziemlich glimpflich davon, im Gegensatz zum Gefoulten selbst. Somnitz erlitt einen Wadenbeinbruch und Syndesmosebandriss im linken Knöchel. Die voraussichtliche Ausfallzeit ist in etwa vergleichbar mit einem Kreuzbandriss.

Max Somnitz (22) musste sich nach dem brutalen Foul einer OP unterziehen. Er wird lange ausfallen.
Max Somnitz (22) musste sich nach dem brutalen Foul einer OP unterziehen. Er wird lange ausfallen.  © privat

"Das ging nur gegen den Mann und dass der Spieler dann nur Gelb-Rot kriegt ... Das ist eine dunkelrote Karte mit zehn Spielen Sperre verbunden. Das gehört sich einfach nicht", echauffierte sich FSV-Coach Rico Schmitt (57) wenige Minuten nach dem schweren Foul beim "MDR".

Zehn Spiele? Ja, richtig gehört! Auf TAG24-Nachfrage präzisierte Schmitt seine Forderung nach der Mega-Sperre: "Jeder, der mal Fußball gespielt hat, weiß, wenn er in den Zweikampf geht, ob er die Chance hat, den Ball zu spielen, oder aber nur gegen den Körper geht und damit eine Verletzung billigend in Kauf nimmt. Es gibt im Fußball auch Grenzen", so Schmitt, der auch den Schiedsrichter in die Pflicht nahm.

Denn für das Foul an und für sich gab es "nur" Gelb und nur weil Schardt bereits verwarnt war, flog er mit Gelb-Rot.

Ist wegen des Brutalo-Fouls geladen: FSV-Coach Rico Schmitt (57).
Ist wegen des Brutalo-Fouls geladen: FSV-Coach Rico Schmitt (57).  © Picture Point/Gabor Krieg

Harte Kritik auch von FSV-Sportdirektor Lenk

FSV-Sportdirektor Robin Lenk (42, im Bild) kritisiert das Verhalten von VfB-Verteidiger Pascal Schardt (22) nach dem Foul massiv.
FSV-Sportdirektor Robin Lenk (42, im Bild) kritisiert das Verhalten von VfB-Verteidiger Pascal Schardt (22) nach dem Foul massiv.  © Picture Point/Gabor Krieg

Was vielen im Lager der Westsachsen zusätzlich bitter aufgestoßen sein dürfte, ist, dass Schardt das Foulspiel hinterher offenkundig noch bejubelte. Entsprechend fallen auch Kommentare in den sozialen Medien aus.

"Er lässt sich vor den Fans und seinen Kumpels feiern, während bei unserem Spieler die weitere Karriereplanung auf dem Spiel steht", kritisiert Sportdirektor Robin Lenk (42). So hatte Somnitz, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, mit einem Wechsel in die 3. Liga kokettiert.

Bei der Ausfallzeit ist es fraglich, ob es dazu kommt. Immerhin: Schardt zeigte sich hinterher reumütig und sucht die Chance, sich persönlich bei Somnitz zu entschuldigen, wenn der Ärger verflogen ist.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Gabor Krieg, privat

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