Warum bei FSV-Spieler Könnecke die Kaninchen und Hennen mit Weihnachten feierten

Zwickau - Die Ausgangslage vor dem Start ins neue Jahr ist für einen erfahrenen Hasen, wie Mike Könnecke (34) einer ist, nicht neu. Vor sechs Jahren ging der heute 34-Jährige mit dem FSV Zwickau ebenfalls auf einem Abstiegsplatz in die Frühjahrsrunde und packte letztlich mit den Schwänen souverän den Klassenerhalt.

Zwei gegen einen - Zwickaus Kampf um den Klassenerhalt sah meist so aus. Er war aber immer erfolgreich. Das soll so bleiben, dafür will Mike Könnecke (34, M., gegen die Bayreuther Dennis Lippert (26) und Edwin Schwarz, 28) ab Januar sorgen.
Zwei gegen einen - Zwickaus Kampf um den Klassenerhalt sah meist so aus. Er war aber immer erfolgreich. Das soll so bleiben, dafür will Mike Könnecke (34, M., gegen die Bayreuther Dennis Lippert (26) und Edwin Schwarz, 28) ab Januar sorgen.  © picture point/Sven Sonntag

"Daran erinnere ich mich noch gut. Wir gewannen gegen die Zweite von Mainz und holten in der gesamten Rückrunde 39 Punkte", blickt Könnecke zurück und versucht eine Parallele zu ziehen: "Damals war der gute Start sehr wichtig und auch diesmal müssen wir gegen Oldenburg sofort da sein!"

Die Winterpause dient dabei nicht nur der Vorbereitung, sondern auch dazu, sich ein gutes Gefühl für die kommenden Aufgaben zu holen, wobei Akribie und Leichtigkeit miteinander in Einklang zu bringen sind.

Vor dem vielleicht wegweisenden Heimspiel gegen Aufsteiger VfB Oldenburg bestreitet Zwickau "nur" zwei Testspiele. Jenes in Magdeburg, das 3:2 gewonnen wurde, und gleich zu Beginn des neuen Jahres bei Dynamo Dresden (4.1.).

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Könnecke ordnet den Erfolg über den Zweitligisten aus der Bördestadt wie folgt ein: "Ich fand, dass wir einen sehr guten Auftritt abgegeben und uns sehr teuer verkauft haben. Wichtig ist nicht nur, dass wir viel für unsere Vorbereitung mitnehmen können, sondern auch mit einem sehr positiven Gefühl herausgingen. Das gibt, denke ich, viel Energie fürs erste Spiel gegen Oldenburg."

"Ich fühle mich einfach zu Hause und werde auch nach meiner Profikarriere in der Region bleiben"

Die Hennen Bärbel und Hilde standen bei Mike Könnecke zu Heiligabend unterm Weihnachtsbaum. Jetzt hat er insgesamt 18.
Die Hennen Bärbel und Hilde standen bei Mike Könnecke zu Heiligabend unterm Weihnachtsbaum. Jetzt hat er insgesamt 18.  © privat

Und es bereitete auch den perfekten Rahmen für ein besinnliches Weihnachtsfest, bevor es am gestrigen Mittwoch im Training wieder scharf ging.

Könnecke feierte Heiligabend in Familie, wobei - um beim erfahrenen Hasen zu bleiben - Kaninchen aufgetischt wurde. Aber nicht die aus eigener Zucht! Die Zwergkaninchen, die Könnecke neben seinen mittlerweile 18 Hennen - Gabi und Isolde kamen zu Weihnachten dazu - hält, durften mit unterm reichlich geschmückten Weihnachtsbaum feiern.

Apropos feiern: im Mai will Könnecke mit Zwickau zum siebten Mal in Serie den Klassenerhalt feiern. Beides ist an und für sich mehr als eine Erfolgsgeschichte, denkt man einerseits ans schnelllebige Fußballgeschäft mit vielen Spielerwechseln und andererseits an die immer wiederkehrende Ausgangslage für den FSV, der stets als Abstiegskandidat gehandelt wird.

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Der Standort Zwickau ist halt was ganz Besonderes, erst recht für den gebürtigen Wolfsburger Könnecke: "Bei Verein und Fans spürt man auf und neben dem Platz die Anerkennung. Es ist auch nicht selbstverständlich, solange für ein und demselben Verein zu spielen. Ich fühle mich einfach zu Hause und werde auch nach meiner Profikarriere in der Region bleiben."

Kaninchen stand bei Könneckes zwar auf der Speisekarte, aber nicht aus eigener Zucht. Diese Zwergkaninchen durften in Ruhe Weihnachten feiern.
Kaninchen stand bei Könneckes zwar auf der Speisekarte, aber nicht aus eigener Zucht. Diese Zwergkaninchen durften in Ruhe Weihnachten feiern.  © privat
Gabi und Isolde kamen zu Weihnachten dazu.
Gabi und Isolde kamen zu Weihnachten dazu.  © privat

Titelfoto: privat, picture point/Sven Sonntag

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