Aufstiegs-Alarm bei Hertha: Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit

Berlin - Wieder kein Sieg! Hertha BSC wartet nun schon seit fünf Spielen auf einen Dreier. Das 2:2 beim KSC war schon das vierte Remis in Folge.

In Gemeinschaftsarbeit können Keeper Tjark Ernst (22, r.) und Deyovaisio Zeefuik (27, r.) gerade so noch ein Gegentor verhindern.  © Bernd Weißbrod/dpa

"Für uns ist es zu wenig. Insgesamt kann ich mit dem Punkt nicht so viel anfangen", sagte Stefan Leitl (48) bei Sky. Wie viel der Punkt am Ende tatsächlich wert sein kann, wird sich zeigen. Klar ist aber: Hertha ist am Sonntag zum Siegen verdammt.

Das sieht auch der Übungsleiter so: "Durch die beiden Ergebnisse in der Rückrunde setzen wir uns selber unter Druck. Am Sonntag im Heimspiel müssen wir schon gewinnen, um oben dranzubleiben."

Sieben Punkte trennen die Alte Dame und den Tabellenzweiten Darmstadt, Herthas kommenden Gegner. Vier Zähler wären es bei einem Sieg, zehn bei einer Niederlage und damit würde zumindest der direkte Aufstieg schon nach drei Spielen in der Rückrunde in weite Ferne rücken. Je nachdem, wie Schalke (Platz 1, neun Punkte Rückstand) oder Elversberg (Platz 3, sechs Punkte Rückstand) spielen.

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Herthas Aufstiegsträume könnten ohnehin schneller ausgeträumt sein, als gedacht. Die nächsten vier Spiele sind alle gegen Aufstiegskandidaten. Erst kommt Darmstadt (1. Februar), dann geht's nach Elversberg (7. Februar), danach zu Hause gegen Hannover (14. Februar) und dann noch in Paderborn (22. Februar). Zwischendurch ist auch noch der Pokalkracher gegen Freiburg (10. Februar).

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Stefan Leitl (48) fordert gegen den Tabellenzweiten Darmstadt nichts anderes drei Punkte.  © Bernd Weißbrod/dpa

Hertha BSC gegen Konkurrenten zum Siegen verdammt

Fabian Reese (28) will mit Hertha richtig ins Punkten kommen.  © Bernd Weißbrod/dpa

In der Hinrunde holten die Berliner aus den vier Spielen nur vier Punkte. Zu wenig für die Ambitionen. Da tun die beiden Unentschieden, aber auch das Last-Minute-Remis gegen Bielefeld oder das 3:3 in Fürth doppelt weh, denn vor allem gegen Schalke und den KSC war mehr drin. Hertha aber ließ zweimal den Sieg liegen.

Das Problem: Der Hauptstadtklub belohnt sich nicht. In Karlsruhe ließ allein Luca Schuler (26) zwei Riesen liegen. "Wir müssen anfangen, dreifach zu punkten, und das wieder in einer Regelmäßigkeit. Wir bringen uns Woche für Woche um den verdienten Lohn", haderte auch Fabian Reese (28) mit der mangelnden Effizienz.

So erhalten die kommenden vier Spiele gegen die direkten Konkurrenten eine Art Pokalcharakter. Nur Siege zählen! Ein Unentschieden bringt die Berliner nicht weiter.

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Zwar sind selbst nach dem Viererpack noch ausreichend Punkte zu vergeben, die Konkurrenz könnte dann aber bereits enteilt sein. Hertha braucht dringend Siege. Ansonsten droht der Aufstiegskater.

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