Bloß kein Rückstand! Hertha BSC muss am Tag der Wahrheit zuerst knipsen

Berlin - Für Hertha BSC steht am Montagabend das alles entscheidende Relegationsrückspiel gegen den Hamburger SV an (20.30 Uhr/Sky und Sat.1). Um den Klassenerhalt doch noch zu packen, sollte die Alte Dame einen Rückstand um jeden Preis vermeiden!

Für Coach Felix Magath (68) und Hertha BSC wäre es wichtig, gegen den HSV das erste Tor des Tages zu schießen.
Für Coach Felix Magath (68) und Hertha BSC wäre es wichtig, gegen den HSV das erste Tor des Tages zu schießen.  © Andreas Gora/dpa

Seitdem Trainer Felix Magath (68) das Hertha-Zepter Mitt März in die Hand genommen hat, kämpften seine Schützlinge inklusive Relegation in neun Partien um das runde Leder.

Während man fünfmal selbst in Führung ging und danach mit drei Siegen bei einem Remis und nur einer Niederlage ordentlich punktete, sah das in den übrigen vier Begegnungen ganz anders aus.

Gegen Bayer 04 Leverkusen, den 1. FC Union Berlin, den 1. FSV Mainz 05 und den HSV geriet der Hauptstadtklub jeweils in Rückstand, nie konnte er dem Match eine Wendung verleihen. Dass der BSC am Ende dieser vier Duelle stets die Verlierer-Rolle inne hatte, kann nur eines bedeuten: Bloß kein Rückstand im Rückspiel gegen die Rothosen!

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Den Fokus auf defensive Stabilität legen, das kann Coach Magath gut - unter seiner Leitung blieben die Herthaner immerhin in drei von neun Auftritten ohne Gegentor. Blöd nur, dass ein 0:0 in Hamburg nicht reicht, um die Klasse zu halten.

Aufgrund der 0:1-Hinspiel-Pleite ist der abstiegsbedrohte Bundesliga-Verein nämlich zum Gewinnen verdammt. Da stellt sich jedoch die Frage, wie offensivschwache Berliner gegen einen Gegner knipsen wollen, dem ein torloses Unentschieden zum Aufstieg verhelfen würde...

Hertha BSC wartet seit fast einem Monat auf Tor aus dem Spiel heraus

Lucas Tousart (25, 2.v.l.) schoss für Hertha BSC das letzte Tor, das kein Elfmeter war.
Lucas Tousart (25, 2.v.l.) schoss für Hertha BSC das letzte Tor, das kein Elfmeter war.  © Friso Gentsch/dpa

Die Blau-Weißen tuen sich im eigenen Ballbesitz unglaublich schwer, echte Chancen zu kreieren. Jüngst versprühten die Hauptstädter trotz halber Stunde Rückstand gegen die Hanseaten bis zum Schlusspfiff quasi kein bisschen Torgefahr mehr.

Da passt es ins Bild, dass man mittlerweile seit fast einem Monat auf einen Treffer aus dem Spiel heraus wartet. Zuletzt glückte das am 24. April beim 2:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart!

Seitdem durfte die Hertha zwar noch drei weitere Buden bejubeln, diese fielen aber allesamt nach Standards. Ishak Belfodil (30) und Davie Selke (27) versenkten vom Punkt, Lucas Tousart (25) netzte per Kopf nach einer Ecke.

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Die etwa 6000 erwarteten Schlachtenbummler im BSC-Gästeblock dürfen also zumindest bei ruhenden Bällen ihrer Mannschaft berechtigte Hoffnung auf das nötige Auswärtstor im Volksparkstadion haben.

Schafft die Alte Dame es bis zu dieser potenziellen Hütte auch noch ohne eigenen Gegentreffer zu bleiben, dann wäre am Tag der Wahrheit zumindest das Erreichen der Verlängerung drin...

Titelfoto: Andreas Gora/dpa, Friso Gentsch/dpa (Bildmontage)

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