Bricht Herthas Auftaktfluch? "Habe ein sehr, sehr gutes Gefühl"

Berlin - Zum dritten Mal seit dem Abstieg eröffnet Hertha BSC die Saison. 2023 ging es nach Düsseldorf, vergangene Saison nach Gelsenkirchen und jetzt Bochum (Freitag: 20.30 Uhr/Sky/Sat.1). Als Frühstarter kann man die Alte Dame allerdings nicht gerade bezeichnen.

Enttäuschte Gesichter bei Toni Leistner (35, l.) und Co vor einem Jahr: Der Start in die neue Saison liegt Hertha bislang nicht.  © Bernd Thissen/dpa

In Düsseldorf schrieb Hertha mit den Dardai-Brüdern zwar Geschichte, zu holen gab es aber nichts. Nach drei Spielen hatte man noch kein Tor geschossen und stand mit null Punkten da.

Unter Christian Fiél (46) blieb den Berlinern das Eröffnungsspiel dann verwehrt, doch auch der Start zu Hause ging in die Hose. Mit 1:2 musste man sich Paderborn geschlagen geben.

Besonders frisch sind die Erinnerungen noch an den Saisonauftakt vor einem Jahr. Mit viel Euphorie und dem Aufstieg als Saisonziel vor Augen reiste der Hauptstadtklub in die Veltins-Arena und musste sich dort Schalke 04 mit 1:2 geschlagen geben.

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Wird jetzt in Bochum alles besser? Die Voraussetzungen im Gegensatz zum vergangenen Jahr sind zumindest ganz andere. Die teuren Stars um Fabian Reese (28) und Co sind weg. 13 Spieler haben den Verein verlassen. Demgegenüber steht erst ein Neuzugang. Dennoch sieht sich Hertha gewappnet:

"Ich habe ein sehr, sehr gutes Gefühl. Wir haben eine richtig gute Vorbereitung gehabt in Form davon, dass wir unser komplettes Programm durchziehen konnten. Wir hatten bis auf Gustav Christensen keinen einzigen Spieler, der über die Vorbereitung hinweg ausgefallen ist", blickt Stefan Leitl (48) positiv dem Saisonstart entgegen. "Die Freude ist groß auf das Spiel jetzt am Freitag. Diese Energie wollen wir mitnehmen. Wir wollen unseren Plan umsetzen und das letzte Testspiel der Vorbereitung aufs Feld bekommen. Das ist unsere Aufgabe."

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Josip Brekalo (28) ist Herthas neuer Kapitän.  © Andreas Gora/dpa

Hertha BSC will offensiver werden und hat einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgerufen

Stefan Leitl (48) verfolgt mit Hertha in dieser Saison einen anderen spielerischen Ansatz.  © Andreas Gora/dpa

Der Übungsleiter meint damit das 2:2 gegen Köln in Österreich. Der Zweitligist konnte zeigen, dass nicht nur eine andere Hertha auf dem Rasen steht, sondern dass auch der fußballerische Ansatz ein anderer ist. Die Blau-Weißen wollen offensiver werden, höher pressen, damit die Wege zum Tor kürzer sind. Das kommt der doch jungen Mannschaft entgegen.

"Die Jungs geben positives Feedback. Wir sind in vielen Situationen schon sehr, sehr weit", so Leitl. Dennoch rechnet Hertha selbst damit, das ein oder andere Gegentor mehr schlucken zu müssen. "Wenn Fehler passieren, passieren Fehler. Trotzdem sind wir davon überzeugt, dass wir mit dieser Art und Weise mehr Fehler beim Gegner erzeugen können und somit auch mehr Tore schießen können."

Vom Aufstieg redet niemand mehr in Berlin - auch nicht beim Hauptstadtklub. Ein einstelliger Tabellenplatz ist das Ziel. Etwas höher sieht Leitl den Gegner aus Bochum. Er traut ihnen zu, unter den ersten sechs zu landen. "Es ist schon eine Mannschaft, die in sich schon stabil ist. Es kommt Emotionalität. Wir brauchen nicht über das Stadion sprechen: Freitagabend, da wird's richtig knallen."

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Die drei Punkte aber sollen nach Berlin mitgebracht werden - damit der Auftaktfluch endlich endet.

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