Hertha BSC beißt sich an Karius die Zähne aus

Berlin - Hertha BSC hat im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga beim 0:0 am Samstagabend eine große Gelegenheit liegen gelassen, den Abstand auf Tabellenführer Schalke 04 zu verkürzen.

Schalke-Coach Miron Muslic (43, r.) wusste, bei wem er sich nach dem Spiel bedanken musste: bei seinem Keeper Loris Karius (32).  © Andreas Gora/dpa

Sicher, das sogenannte Spitzenspiel wurde von den Zusammenstößen zwischen Ultras und Polizei überschattet und hätte stimmungsmäßig einen anderen Rahmen verdient, nichtsdestotrotz zeigten die Hausherren eine starke Leistung.

Das konnte man vom Klassenprimus aus Gelsenkirchen freilich nicht behaupten, denn die Gäste verließen sich ganz auf ihre defensiven Qualitäten - aktiv am Spiel haben sie kaum teilgenommen.

Das zeigte auch der Chancen-Zettel, den Sky-Experte Torsten Mattuschka (45) nach Spielschluss deutlich sichtbar in die Kamera hielt: Während er sich für die Berliner jede Menge Tormöglichkeiten notiert hatte, herrschte bei den Knappen gähnende Leere.

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Beim Blick auf die Bilanz der Königsblauen ist das aber keine große Überraschung, denn sie haben erst 22 Treffer erzielt. Mit nur zehn Gegentoren stellen sie aber auch die derzeit beste Defensive, wohl nicht nur im deutschen Profifußball.

Die Schalker konnten sich einmal mehr bei ihrem bärenstarken Keeper Loris Karius (32) bedanken, und beim Unvermögen und dem Pech der Hausherren.

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Hertha BSC zu harmlos vor dem gegnerischen Tor

Loris Karius (l.) hat den Hertha-Stürmern um Luca Schuler (26) den Zahn gezogen.  © Andreas Gora/dpa

In Durchgang eins tauchte Marten Winkler zweimal frei vor Karius auf, brachte die Kugel aber nicht am Torhüter vorbei. Beim Volley-Drehschuss von Michael Cuisance (26), der knapp übers Tor flog, hätte aber selbst der 32-Jährige keine Chance gehabt - es wäre wohl das Tor des Monats gewesen.

Luca Schuler scheiterte dann zweimal in der zweiten Halbzeit am Schlussmann der Schalker, der auch immer wieder Bälle gut antizipierte und gutes Timing beim Herauslaufen bewies.

Und er war bis zur letzten Sekunde wach, als er nach einem Freistoß in der Nachspielzeit den Kopfball von Linus Gechter entschärfte und final den Punkt für sein Team festhielt - im wahrsten Sinn des Wortes.

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Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Alte Dame offensiv selbst nicht zur Creme de la Creme im Unterhaus gehört und sogar noch ein Tor weniger als die 04er zu Buche stehen hat. Daran gilt es für das Trainerteam um Stefan Leitl (48) zu arbeiten, wenn man wirklich noch um den Aufstieg mitspielen will.

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