Hertha BSC im Pokal-Pech: Ein Torschütze, der nicht mehr jubeln will, und der Blick nach vorn

Berlin - Es war am Ende ein ernüchternder Pokal-Abend für Hertha BSC, der aber auch stolz macht und Mut für das nächste große Ziel gibt: den Aufstieg in die Bundesliga.

Der Frust sitzt bei Fabian Reese (28) nach dem aberkannten Treffer tief.  © Andreas Gora/dpa

Der langersehnte Traum vom Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals ist letztendlich erst im Elfmeterschießen gegen den klassenhöheren SC Freiburg geplatzt. Pascal Klemens (20) scheiterte als sechster Berliner Schütze am starken SCF-Keeper Florian Müller (28) - so nah liegen im Fußball Glück und Pech beieinander.

Aber die Partie begann für die Alte Dame schon unter keinem guten Stern. Nach sieben Zeigerumdrehungen gingen die Blau-Weißen vermeintlich in Führung und Fabian Reese (28) drehte nach seinem Abstauber-Tor zum Jubeln ab.

Das wird der Hertha-Kapitän nach eigener Aussage "in Zukunft nicht mehr" machen, denn der VAR schaltete sich ein. Nicht zum ersten Mal. "Ich weiß nicht, wie viele Tore mir in dieser Saison schon geklaut wurden durch Abseits und VAR", beklagte Reese. Man denke nur an sein spektakuläres Nicht-Tor des Jahres gegen Preußen Münster.

Hertha BSC Pokal-Traum geplatzt: Hertha BSC verpasst Einzug ins Halbfinale nach Elfer-Krimi

"Mir wurde erklärt, dass Julian Eitschberger wohl den Ball touchiert hat. Und wenn das der Fall war, dann ist es Abseits und kein Tor", erklärte Stefan Leitl (48) bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. Der Abwehrspieler griff aus einer Abseitsposition heraus ins Spielgeschehen ein.

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Für Hertha BSC gilt es nach dem Pokal-Aus zusammenzustehen und sich wieder voll auf das Aufstiegsrennen in der 2. Bundesliga zu konzentrieren.  © Andreas Gora/dpa

Hertha BSC muss nach bitterem Pokal-Aus Fokus auf Aufstieg legen

Hertha-Coach Stefan Leitl (48) muss seine Spieler nach der bitteren Pokal-Pleite wieder aufbauen und den Blick nach vorn richten.  © Andreas Gora/dpa

Der Hertha-Kapitän traf dann zwar doch noch sehr sehenswert zum Ausgleich und brachte sein Team ins Elfmeterschießen, aber am Ende steht dann doch nur Enttäuschung und Leere, aber auch Stolz, wie der Hertha-Coach betonte.

"Ich bin mächtig stolz auf meine Jungs, dass wir zurückgekommen sind in dieses Spiel, dass wir es grundsätzlich auch offen gestalten konnten", unterstrich der 48-Jährige, der bei der Medienrunde selbst niederschlagen und ausgelaugt wirkte.

"Jetzt gilt es für uns darum, die Köpfe freizubekommen", erklärte Leitl und kündigte an, seinen Spielern am Mittwoch einen freien Tag zu geben.

Hertha BSC Hertha meldet sich mit Sieg gegen Tabellenzweiten Elversberg zurück

Schließlich habe man jetzt nur drei Tage Zeit bis zum nächsten wichtigen Spiel am Samstag (13 Uhr/Sky) gegen Hannover 96, um physisch und mental zu regenerieren.

Gegen die Niedersachsen, die in der Tabelle der 2. Bundesliga aktuell vier Punkte vor den Blau-Weißen stehen, steigt gleich der nächste vorentscheidende Aufstiegs-Kracher. Den ersten konnte der Hauptstadtklub am vergangenen Samstag siegreich gegen die SV Elversberg gestalten.

Tabelle 2. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 SV Darmstadt 98 21 40:22 41
2 FC Schalke 04 21 26:16 40
3 SC Paderborn 07 21 33:24 39
4 SV 07 Elversberg 21 37:23 38
5 Hannover 96 21 38:28 38
6 Hertha BSC 21 28:20 34
7 1. FC Kaiserslautern 21 35:31 31
8 VfL Bochum 1848 21 30:27 27
9 Karlsruher SC 21 30:37 27
10 1. FC Nürnberg 21 24:30 26
11 Arminia Bielefeld 21 33:30 24
12 Holstein Kiel 21 26:29 24
13 Fortuna Düsseldorf 21 20:31 24
14 Eintracht Braunschweig 21 23:35 24
15 1. FC Magdeburg 21 31:37 23
16 SC Preußen Münster 21 25:32 22
17 SG Dynamo Dresden 21 31:38 21
18 SpVgg Greuther Fürth 21 32:52 19

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.

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