Hertha deutet weitere Abgänge an: Geht auch er?

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Berlin - Elf Spieler weg, aber noch kein einziger Neuzugang. Mit einer veränderten Mannschaft hat Hertha BSC am Montag das Training wieder aufgenommen. Die Berliner stellen sich neu auf.

Tjark Ernst (23, 2.v.r.) könnte Hertha dieses Transferfenster wohl noch verlassen. Marten Winkler (23, 3.v.l.) hat seinen Wechselwunsch bereits geäußert.
Tjark Ernst (23, 2.v.r.) könnte Hertha dieses Transferfenster wohl noch verlassen. Marten Winkler (23, 3.v.l.) hat seinen Wechselwunsch bereits geäußert.  © Andreas Gora/dpa

Bei den Fans hingegen wächst die Sorge. Sie warten sehnsüchtig auf den ersten Neuzugang. Den wird es auch geben, nur eben nicht sofort.

"Es ist nicht so, dass wir da hektisch werden und obwohl wir verstehen, dass das von außen anders bewertet wird, wissen wir, wann etwas passieren könnte", sagte Hertha-Boss Peter Görlich (59). "Hertha ist ein großer Verein, aber Hertha ist ein Verein, der einfach auch andere finanzielle Rahmenbedingungen hat als der Rest. Also müssen wir da vernünftig im Sinne des Vereins agieren und das machen wir."

Mit Unterschiedsspieler Fabian Reese (28), Wunderkind Kennet Eichhorn (16) und Michaël Cuisance (26) hat der Hauptstadtklub zuletzt viel Qualität verloren. Eine komplette Mannschaft hat die Alte Dame bereits verlassen.

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"Hertha hat nun mal eine relativ große Aufgabe vor der Brust. Wir wollen nachhaltige Strukturen aufbauen. Deshalb müssen wir uns diesen Diskussionen stellen. Es ist nicht mehr so, wie es vielleicht angeblich mal gewesen ist. Wir wollen nachhaltige Strukturen aufbauen und dann wird es auch Wechsel in einer Kaderzusammensetzung geben."

Heißt: Bei den elf Abgängen wird es vermutlich nicht bleiben. Heißester Abgangskandidat derzeit: Keeper Tjark Ernst (23).

Ausstiegsklausel von Tjark Ernst gilt nicht in der 2. Liga

Tjark Ernst hat eine Ausstiegsklausel.
Tjark Ernst hat eine Ausstiegsklausel.  © Bernd Weißbrod/dpa

Der 23-Jährige spielte nach einem durchwachsenen zweiten Jahr in Berlin inklusive Verlust des Stammplatzes eine herausragende Saison, war einer der besten Keeper der 2. Liga. Ob der 23-Jährige aber eine weitere Saison bleibt, ist noch offen: Er besitzt eine Ausstiegsklausel.

Der Poker ist längst eröffnet. "Es gibt wohl eine Anfrage. Tjark ist jetzt in der Situation, dann auch eine Entscheidung zu treffen - und die warten wir ab", so Stefan Leitl (48).

Bislang konnte sich vor allem Wolfsburg gute Chancen ausrechnen. Angeblich soll der Keeper bereits in der Autostadt gewesen sein. Auf die finale Zusage warten die Wölfe aber noch, denn es mischen noch mehr Vereine mit - vor allem aus dem Ausland.

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Neben den Wölfen beschäftigen sich laut Kicker auch Ajax Amsterdam, Celtic Glasgow und Feyenoord Rotterdam mit dem Keeper. "Natürlich weckt ein solcher Torhüter, der schon in jungen Jahren eine derartige Ausstrahlung hat, das Interesse am Markt. Das ist aber auch Teil eines Berliner Weges", so Görlich.

Doch auch Hertha rechnet sich noch Chancen auf einen Verbleib aus. "Tjark weiß, was er an uns hat, welche Position er in Zukunft hier einnehmen kann. Wir werden dann sehen, wie die verschiedenen Parteien die Entscheidungen treffen, aber wir sind vorbereitet. Wir fallen nicht in ein tiefes Loch."

Entscheidet er sich tatsächlich wie Reese für den VfL, könnte bei Hertha die Kasse dann noch doller klingeln. Die Ausstiegsklausel gilt nicht für die 2. Liga. Heißt: Die Ablöse wäre frei verhandelbar.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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