Hertha erst Spielverderber, dann völlig desolat: Arminia feiert mit 6-Tore-Gala den Klassenerhalt

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Berlin - Bielefeld feiert, Hertha lässt sich abschießen. Zum Saisonabschluss hat sich Hertha BSC noch eine deftige Abreibung abgeholt. Mit einem 6:1 (0:1) feiert Arminia Bielefeld den Klassenerhalt. In Berlin ist man derweil froh, dass die Saison endlich vorbei ist.

Hertha-Keeper Tjark Ernst ist zum vierten Mal geschlagen.
Hertha-Keeper Tjark Ernst ist zum vierten Mal geschlagen.  © Carmen Jaspersen/dpa

Hertha wollte aufsteigen und landet am Ende auf Rang sieben. Eine erneut enttäuschende Saison und eine düstere Zukunft. Mit welcher Mannschaft die Berliner in ihre dann vierte Saison als Zweitligist gehen, ist noch völlig unklar.

In Bielefeld wollte die Alte Dame dagegenhalten, während es für die Arminia um alles ging. Zunächst sah es auch noch so aus, als würde der Fußball mal wieder zeigen, wie brutal dieser Sport sein kann.

Eben noch die große Chance zur Führung und dann plötzlich mit beiden Füßen in der 3. Liga. Arminia machte bei ihrem Abstiegsfinale alles richtig, setzte Hertha immer mehr unter Druck und erspielte sich Chance um Chance - die beste durch Wöhrl, doch Tjark Ernst blieb der Sieger.

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Und wie so häufig im Fußball schlug nur wenige Augenblicke später der Hauptstadtklub zu. Linus Gechter köpfte zur Führung ein (37.).

An Dramatik fast nicht zu überbieten, wäre Arminia damit direkt abgestiegen. Allerdings: Es fehlte nur ein Tor zur Rettung. Das wussten auch die Arminen. Diesmal musste Fabian Reese auf der Linie retten.

Hertha BSC bricht in der zweiten Hälfte völlig ein

Es ging so gut los: Linus Gechter brachte Hertha in Führung
Es ging so gut los: Linus Gechter brachte Hertha in Führung  © Carmen Jaspersen/dpa

Dann aber passierte es. Durch ein absolutes Traumtor stellte Joel Grodowski den Abstiegskampf auf den Kopf (49.). Plötzlich war Arminia durch das bessere Torverhältnis wieder direkt gerettet, der Klassenerhalt zum Greifen nahe.

Und die Arminia wollte mehr. Grodowski stoß die Tür zur Rettung mit seinem Doppelpack (59.) weit auf. Spätestens aber mit dem 3:1 durch Monju Momuluh (65.) stand die Alm kopf.

Stefano Russo (74.), Semir Telalovic und Roberts Uldrikis machten das Debakel in der Nachspielzeit dann perfekt. In einer Halbzeit schluckten die Berliner sechs (!) Gegentore.

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Doppelt bitter für Hertha, die schon mit einem Rumpfteam (zwei kurzfristige Ausfälle kamen noch hinzu) angetreten waren: Mit Janne Berner meldete sich der nächste verletzt ab. Auch das "geile Saisonziel" Platz sechs verspielten die Berliner am Ende doch noch. Weil Kaiserslautern in Magdeburg gewann, rutschten die Berliner noch auf den siebten Platz ab.

Einziger Lichtblick an diesem Nachmittag: Soufian Gouram und Niklas Hildebrandt feierten ihr Profi-Debüt.

Bielefeld feiert nach der Gala den Klassenerhalt.
Bielefeld feiert nach der Gala den Klassenerhalt.  © Carmen Jaspersen/dpa

Statistiken zum Spiel Arminia Bielefeld gegen Hertha BSC

Arminia Bielefeld - Hertha BSC 6:1 (0:1)

Arminia Bielefeld: Kersken - Lannert (80. Hagmann), M. Bauer, Großer, Sicker - Russo (86. Uldrikis) - Corboz, Schreck - Momuluh (79. Sarenren-Bazee), Grodowski (72. Telalovic), Wörl (80. Rochelt)
Hertha BSC: T. Ernst - Eitschberger, Gechter, Kolbe, Berner (62. K. Sessa) - Eichhorn (83. Gouram), Klemens (88. Leistner) - Cuisance, Seguin (62. Demme), Reese - Grönning (83. Hildebrandt)

Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (Hamburg)

Zuschauer: 26750 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Gechter (37.), 1:1 Grodowski (49.), 2:1 Grodowski (59.), 3:1 Momuluh (65.), 4:1 Russo (74.), 5:1 Telalovic (90.+2), 6:1 Uldrikis (90.+6)

Gelbe Karten: Grodowski (5), M. Bauer (4), Telalovic (3) / -

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa

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