Hertha-Held Dudziak bleibt trotz Tor Joker: Rutscht dafür ER überraschend in die Startelf?

Berlin - Hertha unter (Sieg-)Druck. Zweimal haben sie den Dreier liegengelassen, jetzt muss gegen Darmstadt ein Sieg her, wollen die Berliner im Aufstiegskampf noch ein Wörtchen mitreden.

Fabian Reese (28, l.) hat seinen Startplatz sicher, Jeremy Dudziak (30, r.) bleibt erstmal auf der Bank.  © Bernd Weißbrod/dpa

Sieben Punkte ist der Tabellenzweite bereits weg, zehn sind es bei einer Niederlage. Dann würde Darmstadt gar die Tabellenführung übernehmen, während Herthas angekündigte Aufholjagd mehr und mehr verpufft.

Vor allem der Ausfall von Mega-Talent Kennet Eichhorn (16) macht den Berlinern zu schaffen, auch wenn Jeremy Dudziak (30) zuletzt Eigenwerbung betreiben konnte. Sowohl gegen Schalke, als auch in Karlsruhe brachte der Mittelfeldspieler viel Schwung, rettete der Alten Dame beim KSC mit seinem Tor einen Punkt.

Dennoch wird er sich auch Sonntag erstmal mit der Jokerrolle begnügen müssen: "Wir konnten Jerry zweimal bringen und er war zweimal ein absolut belebendes Element für uns. So einen Spieler hat ein Trainer dann gerne auf der Bank. Das will ein Spieler sicherlich nicht gerne hören", kündigte Stefan Leitl (48) an, dass er nicht in der Startelf stehen wird: "Am Sonntag definitiv nochmal von der Bank weg."

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Die besten Chancen in der Zentrale dürfte Kevin Sessa (26) haben, der auch schon beim KSC starten durfte und am 1:1 mit seiner Balleroberung großen Anteil hatte. "Kevin hat seine Sache in Karlsruhe wirklich ordentlich gemacht. Er trainiert gut. Von daher spricht erstmal nichts dagegen, etwas zu ändern", so Leitl.

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Kevin Sessa oder Pascal Klemens: Wer startet auf der Sechs?

Pascal Klemens (20) verletzte sich zu Beginn der Vorbereitung schwer.  © Andreas Gora/dpa

Dennoch ist die Startelf noch nicht sicher. "Auf der anderen Seite hast du einen Gegner, der sehr physisch ist, viele große Spieler hat und stark bei Standardsituationen ist. Dementsprechend ist für uns auf der Sechs auch Pascal Klemens ein Thema", verriet Leitl.

Der 1,86 Meter große Abwehrspieler würde noch mehr Kopfballstärke ins Berliner Spiel reinbringen. Ihm fehlt allerdings die Spielpraxis. Fast die gesamte Hinrunde fiel das Hertha-Talent mit einer schweren Sprunggelenksverletzung aus. Erst beim 1:1 gegen Bielefeld gab er sein Comeback. Jetzt könnte womöglich das Startelfdebüt folgen.

Die kommt für John Anthony Brooks (33), der erstmals seit seinem Wechsel vor rund eineinhalb Jahren im Kader stehen wird, zu früh. Klar ist aber: Hertha muss gegen Darmstadt endlich seine Chancen nutzen. "Ich merke keine Anspannung, ich merke schon eine gewisse Wut einfach", sagte der 48-Jährige.

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Wenn man so spiele, wie die Berliner zuletzt, "dann solltest du die Spiele gewinnen, weil es gibt auch Phasen in der Saison, wo du vielleicht nicht so performen kannst, wie wir es jetzt getan haben."

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